Sulfide

Aus Hortipendium
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Sulfide - die "Scharfmacher“ in Zwiebeln

Sulfide sind Schwefelverbindungen und verantwortlich für den intensiven Geruch und die Schärfe von Zwiebeln, Schalotten, Porree, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, also allen Gemüsearten der Gattung Allium. Zahlreiche Untersuchungen belegen die antikanzerogenen Effekte der Sulfide. Sie wirken z. B. antioxidativ, d. h. sie neutralisieren die so genannten freien Radikale, die im Stoffwechsel Kettenreaktionen und damit die Entartung von Zellen einleiten können. Wer reichlich Gemüse der Gattung Allium verzehrt, mindert offenbar insbesondere das Risiko, an Magen- und Dickdarmkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis großangelegter chinesischer Studien, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Daneben beeinflussen Sulfide die Blutgerinnung und das Immunsystem. Außerdem hemmen sie die Ablagerung von Cholesterin in den Arterien. Diese Wirkungen tragen zur Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Sulfide regen den Speichelfluss, die Magensaftsekretion sowie die Darmbewegung an und fördern auf diese Weise auch die Verdauung.


Quellen

Hans-Christoph Scharpf (1997 - 2009): Gemüse ist mehr als ein Nahrungsmittel - Neue Erkenntnisse über die gesundheitlichen Wirkungen. Gemüse, das Magazin für den professionellen Gemüsebau. Verlag Eugen-Ulmer. Stuttgart / Ettlingen.