Radieschen und Rettich Pflanzenschutz

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Radieschen und Rettich Pflanzenschutz
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Radieschen und Rettich (Rhaphanus sativus) können eine ganze Reihe von Krankheiten und Schädlinge sowie nichtparasitäre Probleme auftreten, die großen Schaden anrichten und sogar zum Totalausfall führen können.

Inhaltsverzeichnis

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Anbauplanung

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Nichtparasitäre Ursachen

An Radieschen und Rettich Beständen können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können.

Glasigkeit

Glasigkeit an Radieschen

Bei Radieschen und Rettich kann es zu einer Glasigkeit kommen.

Schadbild und Ursachen

  • Schneidet man Radieschen oder Rettiche auf so wird die Glasigkeit sichtbar.
  • Das Rübengewebe ist an Stelle von weiß, wässerig bis glasig.
  • Glasigkeit entsteht, wenn die Pflanzen mit ihren Wurzeln mehr Wasser aufnehmen als die Blätter verdunsten können.
  • Eine längere, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, bei ansonsten optimalen Wachstumsbedingungen, kann das Auftreten befördern.
  • Glasigkeit kann vor allen in schlecht gelüfteten Folienhäusern auftreten.
  • Im Freilandanbau enstehen vor allem im Herbst schon mal eine Glasigkeit fördernde Bedingungen.
  • Es gibt beachtliche Sortenunterschiede, siehe Glasigkeit in Hortipendium.

Schadbilder von Glasigkeit an anderen Gemüsearten

Vermeidungsstrategien beim Gewächshausanbau

  • Extrem hohe Luffeuchtigkeit über mehrere Tage unbedingt vermeiden.
  • Verdunstungsfördernde Lüftungstechnik anstreben.
  • Bewässerung möglichst nur dann, wenn die Bestände alsbald wieder vollständig abtrocken können.

Vermeidungsstrategien beim Freilandanbau

  • Bei hohen Bodentemperaturen und vorhergesagten Niederschlägen die Bewässerung reduzieren oder aussetzen.

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Hagelschaden

Hagel und Starkregern Schaden an einem Rettich Bestand

Hagel kann schnell ganze Radies und Rettich Bestände vernichten.

Schadbild und Beschreibung

  • Insbesonder Radies un dRetti8ch, die mit laub verrmarktet werden schnelle unverkäuflich
  • Bei einem leichten Hagelschaden zeigen sich kleine, punktuelle oder längliche Blattaufhellungen.
  • Größere Schäden zeigen sich als zerfetzte Blätter.
  • Bei einem stärkeren Hagelschlag werden auch die Radieschen Knollen und die Schultern der Rettiche beschädigt.
  • Nach einem Hagelschlag besteht ein erhöhtes Befallsrisiko für Botrytis usw.
  • Für arrondierten Betriebe besteht ein erhöhtes Risiko, dass die gesamtemn Bestände ausfallen.
  • Lieferungsabsprachen können durch solche Totalausfälle nicht mehr eingehalten werden.
  • Vor dem Anbau von Radieschen und Rettiche die Hagelhäufigkeit der Region ermitteln.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit extremeren Wetterereignissen zu rechnen.

Vorbeugung

  • Beim satzweisen Anbau nicht alle Sätze in eine Gemarkung anbauen.
  • Abschluß einer Hagelversicherung in Betracht ziehen.

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Herbizidschaden

Herbizid Schaden an Radieschen Bestand

Radieschen und Rettich Pflanzen sind empfindlich bezüglich einer falschen Herbizidanwendung bzw. einer Herbizidabdrift.

Ursachen

  • Abdrift eines Herbizides vom Nachbarfeld.
  • Überdosierung bei einer Herbizidspritzung.
  • Falsches Stadium der Radies oder Rettich Bestände.

Schadbilder

  • Die Schadbilder sind sehr unterschiedlich.
  • Jeder Herbizid Wirkstoff verursacht spezielle Schadbilder.
  • Bei einer Abdrift bilden sich meist nur leichtere Schäden.
  • Einen Abdrift Schaden erkennt man, unter anderem, an dem Gradienten der Schadsymptome.

Vermeidungsstrategien

  • Nur zugelassene Herbizide in der vorgesehenen Menge ausbringen.
  • Keine Herbizidausbringung bei Abdrift verursachendem Wind.
  • Einen Sicherheitsabstand zu empfindlichen Kulturen einhalten.

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Nährstoffmangel und -Überversorgung

Stickstoff mangel bei Rettich

Nährstoffmangel oder auch eine Überversorgung kann zu Schäden führen.

Schadbild und Beschreibung

  • Radies und Rettich Pflanzen haben ganz besondere Nährstoffansprüche.
  • Bei einen Nährstoffmangel kommt es an den Pflanzen zu gut sichtbaren Schadymptomen.
  • Bei der Düngeplanung auch auf eine ausreichende Bor- und Schwefelversorgung achten.
  • Bei Berücksichtigung der Bodenvorräte und Bedarfswerte kommt heutzutage kaum noch ein Nährstoffmangel vor.
  • Bei einer Überdüngung können die Bestände Schaden erleiden.
  • Bei zu großen Düngergaben vor- oder zur Saat kann es zu Auflaufschäden kommen.
  • Chlorhaltige Düngemittel wie Kaliumchlorid in größerer Dosierung ergeben Salzschäden.
  • Eine Überversorgung mit Stickstoff führt zu einem überhöhten Nitratgehalt im Ernteprodukt.
  • Bei einem stärkeren Nährstoff-Mangel kommt es zu Ertrags- und Qualitätseinbußen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Überprüfung der Boden Nährstoffversorung, etwa alle drei Jahre.
  • Vor jeder Radies oder Rettich Kultur eine Nmin-Bodenuntersuchung durchführen.
  • Eine zu hohe N-Versorgung kann Nachteile mit sich bringen.
  • Vorsicht vor einem zu hohen Boden Salzgehalt zur Saat.
  • Vorsicht bei der Verwendung von Kaliumchlorid Dünger.

Weitere Infos

  • Durch rechtzeitige Boden- bzw. Nährstoffanalysen und bedarfsgerechter Düngung bzw. Nährstoffversorgung kann man sicherstellen, dass die aufgezeigten Probleme nicht auftreten.
  • Radieschen, Rettich Hauptartikel


Platzer

Geplatztes Radieschen

Vorallem bei Radieschen und Rettiche kann es bei ungünstigen Bedingungen zu Platzern kommen.

Schadbild und Beschreibung

  • Das Platzen der Knöllchen kommt vor allem bei Radieschen vor.
  • Meist bildet sich ein einfacher Riss in den Knöllchen.
  • Mit zunehmendem Alter der Pflanzen erhöht sich das Platzer Risiko.
  • An den Platzstellen kommt es eventuell zu einem Pilzbefall.
  • Geplatzte Radieschen und Rettich sind unverkäuflich.
  • Die Sorten sind leicht unterschiedlich anfällig.
  • Bei weitgehend normalen Wachstumsbedingen entstehen keine Platzer.
  • Plötzliche Wachstumsschübe begünstigen ein Platzen.
  • z.B. wenn nach einer Trockenperode und reichlich Nitrat im Boden eine warmer Regen folgt.

Vorbeugung <br

  • Für ein gleichmäßige Wachstum sorgen.
  • Extreme Trockenperioden ausschließen.
  • Ein überhöhtes Stickstoffangebot vermeiden.
  • Keine größeren N-Kopfdüngergaben.
  • Rechzeitig ernten.

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Schosserbildung

Rettich "Minovase Spring cross" geschossen

Bei sehr frühen Aussaatterminen von Japanischem Rettich kann es zu einer frühzeitigen Blütenbildung und damit zu Totalausfällen kommen.

Schadbild und Beschreibung bei Japanischen Habrid Rettich

  • Bevor die Pflanzen verkaufsfähig sind bildet sich Blütenstände.
  • Die Rettich mit einer Blütenbldung sind nicht mehr verkaufsfähig.
  • Die Blütenbildung wird durch einen Kältereiz (Vernalisation) und Langtag ausgelöst.
  • Temperaturen im Bereich von 0-15°C können den Vernalisationsreiz auslösen.
  • Temperaturen von 5-8°C sind besonders wirksam bei der Anlage von Blüten.
  • Mit zunehmenden Temperaturen über 15°C kann der Vernalisationseffekt wieder rückgängig gemacht werden.
  • Der Kältereiz kann ab der Keimung empfangen werden.
  • Es gibt beachtliche Sortenunterschiede.
  • Die heute angebotenen Sorten für frühe Saattermine sind inzwischen schoßfester als früher.

Kulturen mit ähnlichen Problemen

Vorbeugungmaßnahmen beim Anbau von Jap. Rettich

  • Schoßfeste Sorten wählen.
  • Früheste Aussaatermine entsprechend der Sortenempfehlung wählen.
  • Früheste Saatermine nur bei günstiger Bodentemperaturen und Wetter Vorhersage.
  • Bei den frühen Saatterminen empfiehlt sich meist eine Vliesauflage.

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Wasserschaden

Wasserschaden im Kohlacker

Radieschen und Rettich Bestände auf Parzellen mit Bodensenken können durch stärkere Niederschlägen erheblich geschädigt werden

Schadbild und Beschreibung

  • Starkregen wird schnell zum Problem bei vorhandenen Bodensenken.
  • Es kommt zu Wachstumstockungen und ausfällen durch Übernässung, Bodenverschlämmung und Sauerstoffmangel im Boden.
  • Durch die Nährstoffverlagerungen entsteht schnell ein Stickstoffmangel mit nachfolgender Blattvergilbung.
  • Insbesondere auf leichten Böden kann ein Starkregen Stickstoffdünger auswaschen (verlagern) und so zu einem Mangel führen.
  • Eine Übernässung des Bodens fördert das Auftreten von Krankheiten.
  • Längere Nässeperoden fördern auch die Schneckenpopulation. Siehe auch bei Schädlinge: Schnecken.
  • Insbesondere Bakteriosen werden durch eine anhaltende Nässe gefördert.
  • Totalausfälle sind möglich.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit noch extremeren Wetterereignissen zu rechnen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen einebnen.
  • Bodenverdichtungen beseitigen
  • Wo sinnvoll, Humusgehalt erhöhen.
  • Regenverdaulichkeit des Bodens verbessern.
  • Regenvorhersage es DWD berücksichtigen.
  • Wetter Warn-APP nutzen
  • Keine Beregnung mehr vor angesagtem Starkregen.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit extremeren Wetterereignissen zu rechnen.

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Virus Erkrankungen

An Radieschen und Rettich Bestände können von verschiedenen Virusarten auftreten und Schaden anrichten. TUMV, TYMV und CMV sind in unseren Breiten bisher wohl die bedeutensten vIROSEN.

Aktuelle Arten

  • Blumenkohlmosaikvirus (cauliflower mosaic virus) CaMV
  • Gurkenmosaikvirus (cucumber mosaic virus) CMV
  • Kohlschwarzringflecken-Virus (turnip mosic virus) TuMV
  • Radieschen-Enation-Mosaikvirus (radish enation mosaic virus) REMV
  • Saubohnenwelkevirus (broad bean wilt virus) BBWV
  • Wasserrübenmosaik-virus (Turnip yellow mosaic) TYMV


Kohlschwarzringflecken-Virus (Turnip mosaia virus, TuMV)

Virusbefall an Hybrid Rettich Blatt

Eine gefährliche Viruskrankheit, die schon öfter, vor allem an Hybrid-Rettich Sorten wie "Minovase Sommer Cross", auftrat und Schaden anrichtete. Manchmal kommt es auch zu einer Mischinfektion mit dem Gurkenmosaik Virus (CMV), was eine genaue Erregerbestimmung erschwert.

Schadbild und Beschreibung des TUMV

  • Auch Wasserrübenmosaikvirus genannt.
  • Ist eine Virose aus der Familie der Potyviren.
  • Es gibt verschiedene Stämme des Virose.
  • An den Rettichpflanzen zeigen sich unter anderem Blattadern Aufhellungen.
  • Es bilden sich gelblichgrüne, gescheckte und gekräuselte Blätter.
  • Die Rettich Pflanzen entwickeln sich nicht normal, bleiben kleiner und bilden mehr Feinwurzeln als üblich.
  • Befallene Rettiche sind schlechter lagerbar.
  • Das Virus kann von verschiedenen Blattlausarten übertragen werden.
  • Übertragung non-persistent durch Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae).
  • Übertragung non-persistent durch Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae).
  • Bei günstigen Bedingungen zeigen sich nach etwa 10 Tagen die ersten Schadsymptome.
  • Es erfolgt keine Saatgutübertragung.
  • Es kann zu einem gemeinsamen Befall z.B. mit dem Gurkenmosaikvirus (CMV) kommen.

Wirtspflanzen von TUMV

  • Allium, Armoracia rusticana, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica oleracea, Coriandrum sativum, Cynara, Eruca, Lactuca, Nasturtium officinale, Physalis, Pisum sativum, Raphanus sativus, Sinapis alba, Spinacia oleracea und Vicia faba.

Vorbeutgung und Bekämpfung

  • In Befallsregionen resistente Sorten prüfen.
  • Rettichanbau neben Wirtspflanzen und insbesondere neben Chinkohlbestände vermeiden.
  • Insektenschutznetze können die Übertragung weitgehend reduzieren.
  • Bestandsreste befallener Bestände sobald möglich schlägeln und einarbeiten.
  • Blattlausbefall minimieren.

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Bakterienkrankheiten

Verschiedene bakterielle Erreger können beim Anbau von Radieschen und Rettiche (Raphanus sativa) Probleme bereiten.

Adernschwärze (Xanthomonas campestris, XCC)

Typischer Xanthomonas Befall.

Die sehr gefährliche Kohlkrankheit kann auch an den länger stehen Rettichkulturen auftreten. Größere Schäden sind aber eher selten. Wesenlich problematischer ist ein möglicher Xanthomonas Befall bei den sehr lange stehenden Kulturen zur Samengewinnung.

Schadbild und Lebensweise

  • Eine Bakterienkrankheit, die sich in den Blatt- und Rübengefäße ansiedelt.
  • Befallene Gefäße verfärben sich bräunlich, daher der Name "Adernschschwärze".
  • Erste, sichtbare Symptome zeigen sich meist durch kleine v-förmige Vergilbungen bis Verbräunngen an den Blatträndern.
  • Bei einem stärken Befall sterben ganze Blattpartien ab.
  • Die Hauptinfektion erfolgte früher durch befallene Samen.
  • Befallenen Pflanzenreste können, solange sie nicht total verrottet sind, XCC übertragen.
  • Feinste Blattverletzungen und Nässe befördern die Verbreitung der Krankheit.
  • Erste Schadymptome zeigen sich oft im Nahbereich der Kreiseregner.
  • Besonder gefährlich wird es, wen schon junge Bestände befallen sind.
  • Schon wenige befallen Samen oder Pflanzen können mit Hilfe der Beregnung bzw. Wasserspritzter für eine schnelle Verbreitung sorgen.
  • Eine starke Bewässerung, wie sie in Trockenperioden üblich ist, kann die Entwicklung von XCC stark fördern.

Wirtspflanzen

  • Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Crambe, Diplotaxis, Eruca, Juglans, Lactuca, Raphanus sativus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht kaum möglich.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Parzellen mit Befall mindestens 1 Jahr, besser 2 Jahre, meiden.
  • Bei der Beregnung möglich kurze Blattnässeperioden anstreben.
  • Strenge Beikrautregulierung, da eine Übertragung durch verwandte Beikräuter möglich erscheint.
  • Befallene Bestandsreste nach Ernteende schnell zur Verrottung bringen.

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Erwinia Naßfäule (Pectobacterium carotovorum)

Bakterielle Naßfäule an einem Rettich.

Vor allem bei extrem, feuchtwarmer Witterung, in Kombination mit einer Gewebeverletzung, kann es zu einer bakteriellen Naßfäule kommen.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Erwinia carotivorum.
  • Neben Pectobacterium carotovorum kann auch noch ähnliche Erreger eine Weichfäule hervorrufen.
  • Das befallene Gewebe fault und wird weich.
  • Schon ein kleiner Rübenbefall macht die Rettiche unverkäuflich.
  • Gewebeverletzungen sind oft die Eintrittpforten für den Erreger.
  • Gewebeverletzungen entstehen z.B. durch Kohlfliegenmaden und andere Schädlinge.
  • Kommt es nach einer Gewebeverletzung zu einer längern Nässerperiode mit höheren Temperaturen, so haben die Erreger optimale Bedingungen.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica-Arten, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis sativus, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Lactuca Cucumis melo, Raphanus sativus, Rheum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Rettichanbau auf Parzellen mit größeren Bodensenken in denen sich Regenwasser staut.
  • Pflanzenverletzungen minimieren.
  • Den Befall bzw. Verletzungen durch Kohlfliegenmaden und anderen Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Weniger empfindliche Sorten bevorzugen.
  • Übernässung der Bestände vermeiden.
  • Regenverdaulichkeit der Felder verbessern.
  • Eine wirksamen Bekämpfung mit Bakteriziden ist nicht möglich.

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Pseudomonas Schwarzflecken (Pseudomonas syringae pv. maculicola)

Pseudomonas Befall an Radieschen

Vor allem bei extrem, feuchtwarmer Witterung in Kombination mit Gewebeverletzungen kann Pseudomonas auch an Radieschen und Rettich Pflanzen Schaden anrichten.

Schadbild und Beschreibung

  • An den Blätter entstehen schwärzliche Partien.
  • Der Befall beginnt mit kleine Fleckchen, die später mehre Millimter groß werden können.
  • Bei einem stärkeren Befall entstehen, auch auf den Knöllchen bzw. Rüben schwärzliche Partien.*
  • Schon sehr bald werden befallene Radieschen un dRettiche unverkäuflich.
  • Schon kleinste Gewebeverletzunge können bei warmfeuchter Witterung einen Befall begünstigen.
  • Solche Verletzungen entstehen z.B. durch Starkregen, in der Nähe von Regner und durch Schädlinge.
  • Pseudomonas kann durch Saatgut übertragen werden.
  • Ist ein Bestand einmal ernsthaft befallen, überdauert das Bakterien an lebendem Pflanzengewebe.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten, Raphanus-Arten

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine efektive chemische Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Gesundes Saatgut verwenden.
  • Befallene Felder sollte man möglichst nicht mehr mit Kruziferen bestellen, vor allem den Sommer- und Herbstanbau
  • Befallene Bestände möglichst schnell u. sorgfältig beseitigen, so dass die Erntereste rasch verrotten.
  • Pflanzenverletzungen minimieren.
  • Den Befall bzw. Verletzungen durch Kohlfliegenmaden und anderen Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Übernassung der Kulturen vermeiden.
  • Regenverdaulichkeit der Felder verbessern.

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Schorf (Streptomyces-Arten)

Streptomyces an Radieschen.

Der Erreger des Kartoffel- und Rübenschorfs tritt in seltenen Fällen auch an Radieschen oder Rettiche auf.

Schadbild und Beschreibung

  • Erreger: Streptomyces acidiscabies und Stretomyces caviscabies.
  • Auf den Radieschen bzw. Rettich Rüben bilden sich warzenartige Pustel.
  • Die befallen Stellen sind meist rundlich und zunächst weißlich.
  • Im späteren Verlauf siedeln sich oft sekundär andere Bakterienarten an.
  • Im Endstadium bilden sich korkige, bräunliche Strukturen.
  • Sehr hohe pH-Werte sind für die Erreger Entwicklung förderlich.
  • Streptomyces benötigt gut duchlüftete Böden.
  • Die Infektion der Pflanzen erfolgt meist schon im Jugendstadium.
  • Diese Bakterienart bildet im Pflanzengewebe myzelähnliche Geflechte.

Wirtspflanzen

  • Beta vulgaris, Brassica, Cucumis melo, Daucus carota, Ipomoea batatas, Pastinaca sativa, Raphanus sativus, Solanum tuberosum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vorsicht vor Parzellen mit einem langjährigem intensiven Kartoffel und Rüben Anbau.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichkeiten einer pH-Wert Absenkung prüfen.
  • pH-Wert senkende Düngemittel bevorzugen.
  • Bei Befallsverdacht im Jugendstadium Trockenperioden minimieren.
  • Eine direkt Bekämpfung ist nicht möglich.

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Pilzkrankheiten

An Radiesch und Rettich Bestände können verschiedene Pilzkrankheiten auftreten, die zu einer Qualitätsminderung aber auch zu einem Gesamtausfall führen können.

Alternaria (Alternaria brassicae und brassicicola)

Alternaria Schadsymtome

Alternaria kann Radies- und Rettich Bestände befallern und erhebliche Schäden, vor allem an den Blättern, anrichten. Probleme ergeben sich insbesondere dann, wenn die Radieschen oder Rettiche mit dem Laub vermarktet werden sollen.

Schadbild und Lebensweise

  • Es bilden sich rundliche Blattflecken.
  • Auch die Blattrippen können befallen werden.
  • Ein stärkerer Befall begrenzt die Vermarktungsfähigkeit.
  • Temperaturen von 15-25°C und eine hohe Luffeuchtigkeit fördern die Pilzentwicklung.
  • Ab 10°C vermehrt sich der Pilz.
  • Eine Übertragung durch Erdflöhe wurde festgestellt.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.
  • Ein erhöhtes Infektionsrisiko entsteht in der Nähe (ca.0-500m) von Raps oder Senf Feldern oder auch von benachbarten, befallenen Kreuzblütler Gemüsebeständen.

Wirtspflanzen

  • Brassica Arten, Raphanus-Arten, Sinapsis-Arten

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Feldhygiene: Befallene Bestandsreste sobald möglich schlägeln und einarbeiten.
  • Fruchtwechsel mit Nichtwirtspflanzen.
  • Kein Anbau neben befallenen Beständen, z.B. von Ölrettich, Raps, Senf usw.
  • Weniger anfällige Sorten bevorzugen.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzen.

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Falscher Mehltau (Hyaloperonospora parasitica)

Falscher Mehltau an Radieschen

Falscher Mehltau kann an Radischen und Rettiche großen Schaden anrichten. Es werden sowohl die Blätter als auch den Rübenkörpern befallen. Besonders bei einer Vermarktung mit Blättern kann die Pilzkrankheit schnell zum Problem werden

Schadbild und Lebensweise

  • Synonym: Peronospora parasitica.
  • An den Keimblättern oder Echten Blättern entstehen gelbliche Flecken.
  • Auf der Unterseite der Blätter bildet sich später ein weißgrauer Pilrasen.
  • Hohe Luffeuchtigkeit begünstigt die Pilzentwicklung.
  • Zur Keimung der Konidien sind 8-12°C förderlich.
  • Das Eindringen des Pilzes in die Radieschen oder Rettich Blätter ist bei 15-17°C besonders schnell möglich.
  • Es gibt beachtliche Sortenunterschiede.
  • Erhöhtes Befallsrisiko wenn Nachbarbestände befallen sind.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten und Raphanus-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Satzweisem Anbau möglichst nicht nebeneinander.
  • Beim Gewächshausanbau die Taubildung minimieren.
  • Nach einer Überkopf Bewässerung für eine schnelles Abrocknen sorgen.
  • Bei einem Schadensverdacht robustere Sorten bevorzugen. Insbesondere bei Radieschen aktuell!
  • Bei der Feldauswahl weiter Fruchtwechsel mit den Wirtspflanzen.
  • Eine Ernteverfrühung mit Folie und Vlies kann den Befall fördern.
  • Eine Sonneneinstrahlung von 5 oder mehr Stunden kann die Konidien der Krankheit zerstören.
  • Eine ganztägige Abnahme des Vlieses bei Sonnenschein kann den Befall minimieren.
  • Notfalls Einsatz zugelassenen Fungizide.

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Fusarium Welke (Fusarium oxysporum sp.)

Fusarium Befall an Radieschen

Die Fusarium Welke ist weltweit gesehen eine wichtige Brassica- und Raphanus-Krankheit. Wegen ihrer hohen Temperaturansprüche ist sie in unseren Regionen jedoch noch nicht so verbreitet. Mit zunehmender Klimaerwärmung kann die Krankheit an Bedeutung gewinnen.

Schadbild und Lebensweise

  • Zunächst vergilben die älteren Blätter und sterben später eventuell ab.
  • Die Balttvergilbungen erfolgen oftmals nur halbseitig.
  • In den Wurzeln der Radieschen und Rettich Pflanzen findet man verfärbte Leitungsbahnen.
  • Bei einem stärkeren Befall und höheren Temperaturen sterben die ganzen Pflanzen.
  • Der Pilz braucht zur Entwicklung Temperaturen von über 16°C.
  • Vorteilhafte Bodentemperaturen liegen im Bereich von 25-30°C.
  • Eine Fusarium Befall ist nur schwer von einem Verticilliumbefall zu unterscheiden.
  • Beide Pilzkrankheiten sind bodenbürtig.
  • Fusarium benötig jedoch höhere Bodentemperaturen, möglichst im Bereich von 25-30°C.
  • Verticillium bevorzugt kühlere Temperaturen.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten und Raphanus-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Befallsfreie Flächen auszuwählen.
  • Fruchtfolge optimieren.
  • Konsequente Feldhygiene.
  • Bei einem Befallsrisiko resistente Sorten prüfen.
  • Biologische Bekämpfung mit Trichoderma viride erwägen.

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Grauschmimmel (Botrytis cinerea)

Botrytis Befall an einem Radieschen Blatt.

Pilzkrankheit, die insbesondere bei ungünstigen Wachstumsbedingungen auftreten kann. Dazu gehörtn z.B. der Winteranbau im Gewächshaus. Aber auch ein zu dichter Pflanzenbestand führt oft zu Blattvergilbungen und damit auch schnell zu einem Betrytis Befall. Besonders bei Radieschen oder Rettiche, die mit Laub vermarktet werden ist ein Botrytis Befall unerwünscht.

Schadbild und Lebensweise

  • Synonyme: Botryotinia fuckeliana und Sclerotinia fuckeliana
  • Oft beginnt der Befall schon an geschwächte, vergilbende Keimblätter.
  • Der Pilz befällt oft auch allem geschädigtes Gewebe.
  • Im Bestand kann Botrytis leicht als Sekundärbefall auftreten.
  • Befallene Blattpartien vergilben und später wird ein grauer Pilzrasen sichtbar.
  • Bei sehr ungünsigen Bedingungen können auch die Rübenkörper befallen werden.
  • Der Pilz kann sich in einem weiten Temperaturbereich, von Null bis 30°C, entwickeln.
  • Der Pilz hat über 200 Wirtspflanzen Arten.

Wirtspflanzen
Allium, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus, Helianthus, Lactuca, Lens, Phaseolus, Pisum, Rhaphanus, Rumex, Solanum, Solanum, Valerianella, Vicia und viel andere Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mit Hilfe der Präzisionssaat für optimale Abstände sorgen.
  • Vor einem risikoreichen Winter Gewächshausanbau eine Glasreinigung vornehmen.
  • Im Gewächshausanbau die Blattnässezeiten minimieren.
  • Im Gewächshaus und Flachfolie/Vliesanbau Vorsicht vor zu hohe Temperaturene und einem zu weichen Wachstum.
  • Optimale Nähstoffversorgung sicher stellen: Vorsicht vor zu viel Stickstoff.
  • In besonderen Fällen den Einsatz zugelassener Fungzizide erwägen.
  • Beim Fungizideinsatz die mögliche Resistenzbildung bedenken.

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Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae)

Kohlhernie mit den typischen Wurzelverdickungen

Beim Anbau in mit Kohlhernie versuchten Parzellen muß mit starken Ausfällen gerechnet werden.

Schadbild und Beschreibung

  • Es bilden sich verdickte, knollige Wurzeln.
  • Die Pflanzen welken, insbesondere in warmen, sonnigen Perioden.
  • Bei einer stärkeren Bodenverseuchung ist mit einem Totalausfall zu rechnen.
  • Es handelt sich um einen Schleimpilz, der einzellige Schwärmsporen bildet.
  • Im Bodenwasser können sich die Schwärmsporen frei bewegen.
  • Der Pilz kann viele Jahre lang im Boden überdauern.
  • Bei Temperaturen von etwa 10 bis 30°C kann der Pilz die Pflanzen befallen.
  • Leichte Böden sind für den Pilz günstiger als schwere Böden.
  • Ein niedriger pH-Wert des Bodens ist förderlich für die Pilzentwicklung.
  • Plasmodiophora brassicae kann auch an einigen Beikräutern vorkommen.
  • Der Pilz bildet eine ganze Anzahl an Pathotypen.

Wirtspflanzen
Alle Kreuzblütler-Arten, insbesonder Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Kopfkohl.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Parzellen auswählen.
  • Weiter Fruchtwechsel mit Kreuzblütler.
  • Teilresistente Sorten testen.
  • Versuche mit 100 dt/ha Brandkalk, rechtzeitig vor der Pflanzung ergaben eine beachtliche Ertragsverbesserung.

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Rettichschwärze (Aphanomyces raphani)

Rettichschwärze an einem weißen Rettich.

Gefährliche Krankheit, die bes. an Rettich auftritt. Radieschen sind weniger betroffen. Eiszapfen scheinen besonders anfällig zu sein.

Schadbild und Beschreibung

  • Befallene Außenpartien der Rüben verfärben sich schwärzlich.
  • Oft entsteht ein ringförmiger Befall, rund um die Rübe.
  • Später vermorschen die befallenen Rübenpartien.
  • Die befallenen Rüben bekommen eine untypische Form.
  • Befallene Pflanzen sind in der Laubbildung gehemmt.
  • Temperaturen von über 20°C sind förderich für die Pilzentwicklung.
  • Bei Bodentemperaturen unter 15°C reduzieren stark das Pilzwachstum.
  • Der Pilz entwickelt Dauersporen, die mehrere Jahre im Boden überdauern können.
  • Der Pilz kann auch mit dem Samen übertragen werden.
  • Die Rettichschwärze bevorzugt Böden mit einem hohen pH-Wert.
  • Befallen Pflanzenstellen können sekundär auch von Rhizoctonia besiedelt werden.
  • Die Verbreitung erfolgt über über Schwärmsporen
  • Die Sporen dringen über Miniverletzung in die Wurzeln ein.

Wirtspflanzen

  • Rhaphanus sativus

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weniger empfindliche Sortengruppen wie Minowase-Typen bevorzugen.
  • Befallen Parzellen meiden.
  • pH-Wert Senkung erwägen.
  • Sauer wirkende Düngemittel bevorzugen.
  • Beim Rettichanbau im Gewächshaus kann eine Pflanzung das Befallsrisiko mindern.

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Rhizoctonia (Rhizoctonia solani)

Rhizoctonia solani an Rettich

Bem Anbau von Radieschen und Rettiche kann ein Rhizoctonia Befall zu einem Totalausfall führen.

Schadbild und Lebensweise

  • Synonyme: Corticium sasakii, Thanatephorus cucumeris, Thanatephorus sasakii
  • Schon bei der Keimung kann eine Infektion erfolgen.
  • Es bilden sich schwärzlichen Flecken auf den Radieschen oder Rettichen.
  • Ein Befall ist vor allem bei der länger stehenden Rettich Kultur zu erwarten.
  • Bei Rettiche findet man den Befall vor allem im oberen Rübenbereich.
  • Bei einem starken Befall reißt das befallene Gewebe auf.
  • Verletzungen z.B. durch Kohlfliegen Maden, können einen Befall befördern.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei feuchtwarmen Bedingungen.
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.
  • Rhizoctonia solani bildet Mikrosclerotien aus, die jahrelang im Boden überdauern können.

Wirtspflanzen
Allium, Anethum, Apium, Artemisia, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Coriandrum, Cucumis, Cucurbita, Daucus, Diplotaxis, Eruca, Glycine, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Physalis, Pisum, Raphanus, Rosmarinus, Solanum, Spinacia, Thymus, Valerianella, Vicia und viele weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Parzellen (ohne Mikrosklerotien im Boden) wählen.
  • Fruchtfolge optimieren z.B. durch Wechsel mit Getreideanbau.
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Mikro-Sclerotienbildung, z.B. sofort nach der Ernte Bestandsreste zerkleiner und einarbeiten.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzen.

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Verticillium Gefäßkrankheit (Verticillium sp.)

Verticillium/Fusarium Gefäßkrankheit an Japanischem Rettich

Ein Befall von Verticillium kann als bodenbürtige Krankheit insbesondere die länger stehenden Rettichkulturen schädigen. Wegen der geringeren Temperaturansprüche hat Verticillium in unseren Breiten eine viel größere Bedeutung als Fusarium. Wegen fehlendem Fruchtwechsel wurden schon so mancher Standort unbrauchbar für den Anbau von Rettichanbau.

Schadbild und Beschreibung

  • Bei einem Befall verfärben sich die Rüben Gefäße bräunlich bis schwarz.
  • Bei eime Querschnitt der Rüben sieht man eine Verfärbung in Ringform.
  • Rettiche mit sichtbaren verfärbten Gefäßen sind unverkäuflich.
  • Die Pilzkrankheit ist bodenbürtig.
  • Die Dauerformen können über viele Jahre im Boden überdauern.
  • Die Dauerformen (Mikrosclerotien) sind sehr klein.
  • Im Gegensatz zu Fusarium mit ähnlichen Schadsymptomen entwwickelt sich Verticillium schon bei niedrigen Temperataturen.
  • Die Schadymptome von Verticillium und Fusarium sind sehr ähnlich und auf dem Feld kaum zu unterscheiden

Wirtspflanzen

  • Raphanus sativus und viel andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau auf stärker befallene Felder.
  • Der Befallsdruck in Form von Dauerformen (Sklerotien) kann an Hand von Bodenproben festgestellt werden.
  • Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

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Weißer Rost (Albugo candida)

Weißer Rost an einem Radieschen Blatt

Pilzkrankheit, die vor allem in kühleren und feuchteren Regionen und somit auch bevorzugt im Herbst auftritt. Ein Befall kommt eher an Rettiche vor. Ein Befall an Radieschen ist eher selten.

Schadbild und Lebensweise

  • Albugo Wird nicht den Rostpilzen zugeordnet.
  • Gehört zu den Oomycetes.
  • Ein Pflanzenbefall ist sowohl örtlich als auch systemisch möglich.
  • Vor allem an der Blattunterseite bilden sich weißliche oder cremfarbige Pustel mit einem Durchmesser von ca. 2 mm.
  • Die befallenen Blattpartien verfärben sich an der Blattoberseite gelblich grün.
  • Die Pustel sind gefüllt mit Sporangien.
  • Die Sorten sind unterschiedliche empfindlich.
  • Albugo candia an Hirtentäschel befällt nicht die Radies oder Rettich Pflanzen.

Wirtspflanzen

  • Brassica napus, Brassica oleracea, Camelina sativa, Capparis, Eruca, Eutrema japonicum, Lunaria, Raphanus sativus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel mit nicht Wirtspflanzen.
  • Feldhygiene: Befallene Bestandsreste so bald möglich schlägeln und einarbeiten.
  • Wenn nötig, zugelassene Fungizide einsetzten.

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Schädlinge

An Radieschen und Rettich Bestände können verschiedene Schädlinge auftreten, die im Extremfall zu einem Gesamtausfall führen können. Besonders wichtigsten Schädlinge sind die Erdflohe, die Kohlfliegen, die verschiedene Raupenarten..

Blattläuse (Myzus persicae und andere )

Pfirsichblattlaus geflügelt.

Blattläuse können in Einzelfällen auch mal an Radieschen und Rettich Bestände Schaden anrichten. Bei den länger stehenden Rettich Kulturen kann zusätzlich die Übertragung von Virosen Probleme bereiten.

Schadbild und Beschreibung

  • Besonders gefährlich ist die Pfirschblattlaus (Myzus persicae), die hier näher beschrieben wird.
  • Synonyme: Aphis dianthi, Aphis malvae, Myzodes persicae und Myzus tabaci.
  • Ein starker Befall kann insbesondere die Vermarktungsfähigkeit von Radieschen mit Laub beeinträchtigen.
  • Tritt vor allem von Mai bis September auf.
  • Die ungeflügelten Tiere sind etwa 1,8-2,5 mm groß.
  • Eine schnelle Verbreitung wird durch geflügelte Tiere möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert im Sommer ca. 2 Wochen.
  • Pro Jahr gibt es etwa 10 Generationen.
  • Die im Herbst gelegten Eiern dienen der Überwinterung.
  • Gefährlich ist insbesondere die Übertragung von Viruskrankheiten.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Asparagus officinalis, Beta vulgaris, Borago officinalis, Brassica Arten, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Eruca, Glycine max, Ipomoea, Ipomoea batatas, Lactuca, Lens culinaris, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba und viele andere Zierpflanzen usw..

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Schutznetze, die vielfach beim Rettichanbau benutzt werden, schützen auch vor einem Blattlausbefall.
  • Nützlinge fördern.
  • Wenn nötig, zugelassene Insektizide verwenden.
  • Die verwendeten Insektizide sollten nützlingsschonend sein.

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Drahtwürmer (Elateridae)

Drahtwürmer

Drahtwürmer konnen auch Radieschen und Rettich Bestände schädigen. Größere Ausfälle wurden aber bisher nich beobachtet.

Schadbilder und Lebenweise

  • Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer.
  • Agriotes obscurus, lenatus und ustulatus und Athous hirtus sind wichtige Arten.
  • Der Name Schnellkäfer beschreibt die Möglichkeite der Käfer aus der Rücklage in die Luft zu schnellen.
  • Die Drahtwürmer starten klein mit weniger als 2 mm Länge und werden dann bis zu 30 mm lang.
  • Die Käfer sind 8-10 mm groß.
  • Die gelb-orange Larve (Drahtwurm) besitzt drei Beinpaare und hat ein gut chitinisiertes Außenskelett.
  • Die Schnellkäfer schädigen in dem sie z.B. Rettichpflanzen im Boden anfressen und so zerstören.
  • Zieht man eine so welkende Pflanzen aus dem Boden findet man meist einen Drahtwurm.
  • Schnellkäfer haben einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus.
  • Ihr üblicher Lebensbereich ist das Grünland.

Wirtpflanzen

  • Beta, Brassica, Daucus, Lactuca, Medicago Rhapahnus, Pisum, Solanum, Trifolium, Vicia, Zea und andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit Drahtwurmbesatz für den Anbau von gefährdeten Gemüsearten wir z.B.Kohl und Salat meiden.
  • Bei unklarem Befallsverdacht mit Köder (z.B. Kartoffeln) den Besatz ermitteln.
  • Mehrfache, feinkrümelige Bodenbearbeitung kann die trockenheitempfindlichen Eier und Larven schädigen bzw. auch zerstören.

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Erdflöhe (Psylliodes Arten)

Erdfloh Schaden an Radies

Erdflöhe können insbesondere bei Radieschen und Rettiche, die mit Laub vermarktet werden, schnell einen großen Schaden anrichten.

Schadbild und Beschreibung

  • Vor allem Phyllotreta cruciferae (Gewöhnlicher Erdfloh) und Ph.undulata (Geschweiftstreifiger Kohlerdfloh).
  • Die sogenannten Erdflöhe sind Käfer.
  • Vor allem die erwachsenen Tiere fressen kleine Löcher in die Radieschen oder Rettich Blätter.
  • Im Keim- und Sämlingsstadium ist schnell ein Totalschaden möglich.
  • Die erwachsenen Erflöhe sind ungefähr 1,5-3,0 mm lang.
  • Es gibt eine Generation pro Jahr.
  • Die Käfer legen ihre Eier im Boden ab.
  • Die Erdfloh Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen.
  • Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert ca. 3 Monate.
  • Erdflöhe können das gefährliche Turnip yellow mosaic Virus übertragen.

Wirtspflanzen

  • Brassica oleracea, Brassica napus und andere, Eruca, Raphanus sativus und Sinapsis alba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Für den Anbau eine Gemarkung mit wenige oder besser keinen Wirtspflanzen auswählen.
  • Mit Gelbtafeln läßt sich der Zuflug kontrollieren.
  • Schutznetze mit einer Maschenweite von 0.8 mm schützen.
  • Vor der Auflage der Schutznetze muß die Parzelle befallsfrei sein.
  • Bei Bedarf Einsatz zugelassener Insektizide.
  • Die verwendete Insektizide sollten nützlingsschonend sein.

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Erdraupen (Agrotis ssp.)

Erdraupen Fraßschaden an einem Rettich

Erdraupen können Radieschen und Rettich Pflanzen schädigen. Größere Ausfälle sind aber eher selten.

Schadbilder und Lebensweise

  • Erdraupen sind bodenbewohnende, nachtaktive Raupen.
  • Erdraupen sind die Larven verschiedener Eulenfalterarten.
  • Wichtige Arten sind: Agrotis segetum (Saateule), Agrotis ipsilon (Ypsilineule) und Agrotis exclamationis (Ausrufezeichen).
  • Die Falter legen ihre Eier in Bodennähe auf die Pflanzen ab.
  • Die Eulenfalter fliegen ab Ende April.
  • Die Erdraupen erscheinen etwa ab Juni.
  • Die Raupen werden bis zu 5 cm lang.
  • Die älteren Raupen leben vorwiegend im Boden und fressen bzw. schädigen auch Gemüsepflanzen.
  • Einige Arten bilden mehrere Generationen pro Jahr.
  • Teilweise überwintern die Raupen und verpuppen sich erst im Folgejahr.

Wirtspflanzen

  • Beta, Brassica, Daucus, Pastinaca, viele Andere und manchmal auch Raphanus sativus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist kaum möglich.
  • Ein Kalkstickstoffeinsatz (evtl. bei Rettich) kann nur begrenzt helfen, da sich die Erdraupen z.T. in größeren Bodentiefen befinden.
  • Eine feinkrümelige Bodenbearbeitung kann Erdraupen schaden.
  • Nematoden der Art Steinernema carpocapsae werden zur biologischen Bekämpfung von Erdraupen angeboten.

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Kohlrübenblattwespe (Athalia rosae)

Kohlrübenblattwespen Schaden an Radieschen
  • Die Larven der Kohlrübenblattwespen sind gefährliche Schädlinge, die Radieschen und Rettich Bestände stark schädigen können. Ein Totalausfall ist möglich.

Schadbild und Beschreibung

  • Athalia rosae auch Rübsenblattwespe genannt ist eine Pflanzenwespe aus der Familie der Blattwespen.
  • Die Larven fressen an den Blättern von Radieschen und Rettiche.
  • Auch die Rübenkörper werden angefressen.
  • In wenigen Tagen können sie einen enormen Schaden anrichten.
  • Die Wespen sind etwa 6-8 mm groß.
  • Im Gegensatz zu den normalen Wespen haben sie 10-gliedrige, zum Ende hin verdickte Fühler.
  • Die Wespen fliegen etwa von Mai bis Oktober.
  • Man findet die Wespen oft auf den Blüten von Doldenblütler.
  • Die Larven werden bis zu 17 mm lnag. Ihre Farbe wechselt von graugrün zu schwärzlich.
  • Die Larvengestalt enspricht der Form einer Afterraupe.
  • Die Larve fressen täglich etwa die Masse ihres Anfangskörpergewichtes an Blattgewebe.

Wirtspflanzen

  • Armoracia rusticana, Brassica napus, Brassica oleracea, Raphanus sativus, Sinapis alba

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine ständige Kontrolle der Bestände ist nötig.
  • Die Warndienste der amtlichen und privaten Beratungsdienste nutzen.
  • Insekten Schutznetze zum Schutz vor Rettichfliegen können, insbesondere beim Rettichanbau, helfen.
  • Eine Raupenbekämpfung ist mit zugelassenen Insektiziden möglich.
  • Nützlingsschonende Insektizide bevorzugen.

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  • Hortigate: Athalia rosae
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Minierfliegen (Chromatomyia, Liromyza u.a.

Minierfliegen Einstiche in einem Radieschenn Blatt

Die Larven verschiedener Minierfliegen Arten können in den Blättern der Radieschen und Rettiche minieren und Schaden anrichten. Die Schäden sind im Allgemeinen jedoch eher weniger ertragsmindernd.

Wichtige Arten

  • Chromatomyia horticola
  • Liriomyza brassicae (Kohl Minierfliege)
  • Phytomyza rufippes (Blumenkohl Minierfliegen

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern entstehen z.T. linienförmige, punktuelle Aufhellungen.
  • Manchmal sieht man im veränderten Blattgewebe einzelne Larven.
  • Zur Kontrolle das befallene Blatt im Gegenlicht betrachten.
  • Die Larven minieren im Blattgewebe und schädigen es.
  • Befallene Blattpartien vergilben und sterben ab.

Wirtspflanzen

  • Brassica Arten, Raphanus Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Bekämpfung ist in dne meisten Fällen nicht nötig.
  • Eine direkte Bekämpfung ist sehr schwierig.
  • Eingesetzte Insektizide zur Bekämpfung anderer Schädlinge haben teilweis eine Nebenwirkung.

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Rettichfliege (Delia floralis und radicum)

Kohlfliegenmaden Schaden an einem Radieschen

Die Maden der Rettichfliegen können, insbesondere in Regionen mit einem starken Kreuzblütleranbau, Radieschen und vor allem Rettich Beständ schädigen. Schon einige wenige Larvengänge machen die Ernteprodukte unverkäuflich.

Zwei Arten

  • Kleine Kohlfliege (Delia radicum) auch Rettichfliege genannt ist die gefährlichste Arte beim Anbau von Radieschen und Rettiche.
  • Große Kohlfliege (Delia floralis) meist weniger gefährlich.

Schadbild und Beschreibung' von Delia radicum

  • Die Rettichfliegen werden auch Kohlfliegen genannt.
  • Die Maden der Rettichliegen fressen vor allem im Wurzelansatz und im Rübenkörper.
  • Schon sehr schnell werden die Radieschen und Rettiche unverkäuflich.
  • An den befallen Stellen kann sich sekundär eine Fäulnis entwickeln.
  • Die Fliegen ähneln den Stubenfliegen und sind etwa 6 mm groß.
  • Im Frühjahr schlüpfen die Fliegen aus den überwinterten Puppen.
  • Die ersten Fliegen erscheinen etwa zur Zeit der Kastanienblüte.
  • Die Weibchen legen ihre Eier meist am Pflanzenstrunk, in Bodennähe, ab.
  • Ein Weibchen kann bis zu 100 Eier ablegen.
  • Die Eier sind länglich, weiß und etwa 1 mm lang.
  • Die Rettichfliegen Eier sind sehr trockenheitsempfindlich.
  • Nur aus einem geringer Teil der Eier enstehen letztendlich Fliegen.
  • Nach 4-8 Tagen schlüpfen die 6-9 mm langen Maden.
  • Nach 3-6 Wochen verpuppen sich die Maden.
  • Es gibt bis zu drei Generationen pro Jahr.
  • Die Puppen der letzten Generation überwintern.

Wirtspflanzen

  • Armoracia, Barbarea, Brassica Arten, Raphanus, Sinapsis

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weiter Fruchtwechsel mit Kreuzblütler.
  • Keine Radieschen oder Rettiche nach einem Kreuzbblütler Vorkultur anbauen.
  • Befallsfreie Parzellen (ohne Kohlfliegen Puppen) wählen.
  • Die üblichen Folien- oder Vliesbedeckungen im Frühjahr schützen vor einem Rettichfliegen Schaden.
  • Beim Anbau von Rettiche unter Insektenschutznetze mit einer Maschenweite von 1,35 x 1,35 mm ergibt einen guten Schutz.
  • Die Flugaktivität läßt sich mit Gelbtafeln quantifizieren.
  • Mit guten Augen oder mit Hilfe einer Lupe läßt sich die Eiablage kontrollieren.
  • Eine Bekämpfun gmit Insektizid eist heutzutage sehr schwierig.

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  • Hortigate: Kohlfliege
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Schnecken (Wegschnecken, Ackerschnecken u.a )

Schneckenfraß an einem Radieschen.

Schnecken können Radieschen und Rettich Bestände schädigen. Gefährdet sind vor allem Parzellenränder neben Rückzugsbebiete der Schnecken wie z.B. neben Gräben.

Die wichtigsten Nacktschneckena Arten

  • Ackerschnecken (Deroceras-Arten)
  • Egelschnecken (Limax-Arten)
  • Kielnacktschnecken (Milax-Arten)
  • Wegschnecken (Arion-Arten

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an den Blatträndern oder Lochfraß.
  • Besonders auffällig und qualitätsmindernd ist ein Fraß an den roten Radieschen.
  • Schleimspuren weisen auf eine Schneckenfraß hin.
  • Bei Befallsverdacht frühzeitig Besatzkontrolle durchführen.
  • Kontrollgänge sind spät abends oder früh morgens empfehlenswert.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Neben riskannten Rückzugsorten einen Pflanzstreifen frei lassen.
  • Befallskontgrollen durchführen.
  • Bei Bearf zugelassen Schneckenkorn Präparate einsetzen.
  • Bei Rettichkulturen mit einem hohen N-Bedarf kann evtl. eine Kalkstickstoff Einstz vor Kultrubeginn helfen.

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Wildverbiss (Hasen und Kaninchen)

Hasenfraß an Radieschen Bestand

Hasen und Kaninchen können Radieschen oder Rettich Bestände abfressen. Zu größeren Verlusten aind eher selten.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Rübenkörper sind wohl beliebter als die Blätter.
  • Bei einem stärkerem Fraß werden auch die Radieschen oder Rettiche angefressen.
  • Insbesondere bei einem knappen Nahrungsangebot ist mit einem Schaden zu rechnen.
  • Einen Fraßschaden findet man meist am Feldrand mit einer geschützten Rückzugsmöglichkeit.
  • Entsprechender Kot im Bereich der Fraßschäden weist auf einen Hasen oder Kaninchen Fraß hin.

Wirtspflanzen

  • Beliebt sind insbesondere Kohlpflanzen, Möhren und Salatpflanzen.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Im Allgemeinen ist kein vorbeugender Schutz nötig.
  • Bei Bedarf können Schutznetze helfen.
  • Auch Elektrozäune bieten einen Schutz.


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Aktuelle Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Radieschen und Rettiche

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Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

In der Datenbank PS-INFO findet man einfach und schnell, für die jeweils ausgwählte Gemüsekultur, die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel.

Logo PS Info.jpg



Welche Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Radieschen einsetzbar bzw. zugelassen sind kann in der PS-Datenbank recherchiert werden.
PS Info: Aktuelle Zulassungssituation für den Anbau von Radieschen.

Welche Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Rettichen einsetzbar bzw. zugelassen sind kann in der PS-Datenbank recherchiert werden.
PS Info: Aktuelle Zulassungssituation für den Anbau von Rettich.

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Siehe auch in Hortipendium


Autoren und Mitwirkende

  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Wahl Rainer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.


Quellen

  • Josef Schlaghecken (2016): Rund um das Saatgut: Rettich. In: Zeitschrift "Gemüse". 51. Nr. 7. Seite Basiswissen.