Pastinaken Pflanzenschutz

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Pastinaken Schadbilder
(Kerstin Mahler, Jochen Kreiselmaier, Josef Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Pastinaken (Pastinake sativa), sowie im Pastinaken Lager können verschiedene Krankheiten und Schädlinge Probleme bereiten. Sogar nach dem Abpacken, z.B. in Beutel, entwickeln sich noch Krankheiten und führen zu Ausfällen. Es ist deshalb zu empfehlen, schon vor Beginn des Anbaus, über eventuell notwendige und sinnvolle Vorbeugemaßnahmen nachzudenken.

Achtung
Bei der Darstellung der Schadbilder, wurde auf Grund fehlender Fotos, mehrfach ein Befallsfoto von der eng verwandten Möhrenkultur verwenden. Da die Schadbilder an beiden Pflanzenarten sehr ähnlich sind, können auch diese Fotos bei der Erregerbestimmung an Pastinaken Kulturen helfen.

Inhaltsverzeichnis

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Pastinaken Anbauplanung

Dammkultur bietet beim Pastinaken Anbau Vorteile.
(Josef Schlaghecken)
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten.
  • Grundsätzlich kein Pastinaken Anbau nach Doldenblütler.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine stark steinige Parzelle verwenden.
  • Keine Böden mit Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken wählen. (Wasserstau!)
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (N,P,K,Mg,B), Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.
  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen, soweit möglich Resistenzen nutzen.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Pastinake Erwerbsanbau
  • Die Möglichkeiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmittel im Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau überprüfen.

Fruchtwechsel optimieren

Grundsätzlich haben sehr eng verwandte Gemüsearten gleiche Krankheiten und Schädlinge. So ist es auch bei der hier behandelten Gemüseart, die Pastinaken, die zu der Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae) gehört. Einige Schaderreger sind bodenbürtig, das heißt, sie überdauern im Boden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, innerhalb der Fruchtfolge möglichst weniger als 20% Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie anzubauen. Auf jeden Fall, wenn irgend möglich, so eng verwandte Pflanzenarten nie nacheinander anbauen. Im Folgenden die wichtigsten Arten der Familie der Doldenblütler.

Des weiter gibt es noch verschiedene Küchen- und Heilkräuter aus der gleichen Pflanzenfamilie.

Quellen

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Nichtparasitäre Ursachen

An Pastinaken Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Fleckige Braunverfärbung an den Rüben

Angeschnittene Pastinaken Rübe mit der typischen Verbräunung an der Schnittstelle. (Josef Schlaghecken)

Verletzungen am Rübenkörper führen zu einer unerwünschten Verbräunung.

Schadbild und Beschreibung

  • Verletzte Stellen an den Rüben verfärben sich bräunlich.

Vorbeugemaßnahmen

  • Verletzungen an den Rüben vermeiden.
  • Anbau auf Sandböden erhöhtes Befalls Risiko.
  • Die beachtlichen Sortenunterschiede nutzen.

Quellen

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Hagelschäden

Hagelkörner. (Josef Schlaghecken)

Durch Hagel können Pastinaken Bestände stark geschädigt oder auch vernichtet werden.

Schadensbeschreibung

  • Bei leichtem Hagel wird das Laub geschädigt.
  • Bei einem starken Hagel kann das Laub extrem reduziert werden.
  • Eine starke Laubbeschädigung führt meist zum Totalausfall.
  • Blattverletzungen können zu einem sekundären Krankheitsbefall führen.
  • Hagelschläge gehen oft einher mit starken Niederschlägen, die zu einer Nitrat Verlagerung führen.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Möglichst nicht den gesamten Pastinaken Anbau in einer Gemarkung durchführen.
  • Nach einem Hagelschlag verstärkte Kontrollen auf einen Krankheitsbefall.
  • Nach Hagel Pflegemaßnahmen erwägen.
  • Wegen der möglichen N-Auswaschung die N-Versorgung überprüfen.
  • Abschluss einer Hagelversicherung.

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Herbizidschaden

Herbizid Schaden an der verwandten Möhre.
(Jochen Kreiselmaier)

Pastinaken Pflanzen sind empfindlich bezüglich einer falschen Herbizid Anwendung bzw. einer Herbizid Abdrift.

Ursachen

  • Abdrift eines Herbizides vom Nachbarfeld.
  • Überdosierung bei einer Herbizid Spritzung.
  • Falsches Stadium der Pastinaken Pflanzen.

Schadbilder

  • Die Schadbilder sind sehr unterschiedlich.
  • Jeder Herbizid-Wirkstoff verursacht spezielle Schadbilder.
  • Bei einer Abdrift bilden sich meist nur leichte Schäden.
  • Einen Abdrift Schaden erkennt man unter anderem an dem Gradienten der Schadsymptome.

Vermeidungsstrategien

  • Nur zugelassene Herbizide in der vorgesehenen Menge ausbringen.
  • Keine Herbizid Ausbringung bei Abdrift verursachendem Wind.
  • Sicherheitsabstand zu empfindlichen Kulturen einhalten.

Quellen

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Starkregen und Erosion

Erosion durch Starkregen (Jochen Kreiselmaier)

Starke Niederschläge können, insbesondere in nicht ebenen Flächen, zu einer Erosion und damit zu großen Ausfällen führen.

Schadensbeschreibung

  • Der Boden wird verlagert und in tiefere Region geschwemmt.
  • Je mehr Gefälle desto größer der Erosionseffekt.
  • Je geringer die Regenverdaulichkeit desto früher die Erosion.
  • Insbesondere unbewachsene Parzellen in hängigem Gelände sind betroffen.
  • Insbesondere frisch ausgebrachte Düngemittel werden verlagert.
  • Eine verstärkte Gewässereutrophierung mit Nitrat ist zu befürchten.
  • Insbesondere frische Einsaaten sind gefährdet.
  • Dammkulturen mit Hangneigung erhöhen das Erosionsrisiko.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit einem vermehrten Auftreten von Extremwetterlagen zu rechnen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit größeren Bodensenken vermeiden.
  • Dammkulturen quer zur Feldneigung anlegen.
  • Regenverdaulichkeit des Bodens erhören.
  • Bodenverdichtungen beseitigen.
  • Warnwetter APP´s nutzen
  • Vor einer Beregnung die angekündigten Niederschläge berücksichtigen.

Quellen

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Winderosion

Boden Erosion durch Wind (Jochen Kreiselmaier)

Pastinaken Anbau erfolgt oft großflächig auf wenig windgeschützten Flächen. Das vermindert den Befalls Druck durch die Möhrenfliegen, erhöht aber das Auftreten einer Winderosion.

Schadensbeschreibung

  • Der Boden wird verlagert und verfrachtet.
  • Insbesondere frische Einsaaten sind gefährdet.
  • Die oberen Rübenkörper können freigelegt werden und vergrünen.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit einem vermehrten Auftreten von Extremwetterlagen zu rechnen.

Vorbeugemaßnahmen

  • Wenn möglich den Humusgehalt der Böden erhöhen.
  • Eine weniger feine Bodenbearbeitung versuchen.
  • In extrem gefährdeten Lagen kleine Strohmengen ausbringen und mit einem Scheibensech leicht eindrücken (englische Methode)
  • Die Anlage von Windschutzpflanzungen überdenken.

Quellen

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Bakterien Krankheiten

An Pastinaken Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die einen beachtlichen Schaden anrichten können. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Braunfäule (Pseudomonas sp.)

Pseudomonas marginalis an Pastinaken Rüben.
(Penn State Department of Plant Pathology)
Pseudomonas. (Janice Haney Carr)

Bakterielle Krankheit, die an Blattstiele und Rüben der Pastinaken Schaden anrichten kann.

Wichtige Arten

  • Pseudomonas marginalis pv. pastinacae
  • Pseudomonas viridiflava.

Schadbild und Lebensweise

  • An denen Blattstielen entsteht eine Weichfäule.
  • An den Rüben entsteht eine Braunfäule.
  • Besonders gefährlich wird es in nass-warmen Perioden, wenn dann auch noch Probleme mit der Glasigkeit usw. auftreten und so den Eintritt der Erreger in die Pflanzen erleichtert.
  • Ein Starkregen oder leichter Hagel kann auch Eintrittspforten schaffen.
  • Die Sorten sind leicht unterschiedlich anfällig.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Brassica oleracea, Cichorium, Daucus, Fragaria, Lactuca, Pastinaca sativa, Solanum lycopersicum, Solanum tuberosum, Zantedeschia.

Vorbeugemaßnahmen

  • Kein Anbau auf einer stark befallenen Parzelle.
  • Kein Anbau nach einer Wirtspflanze.
  • Fruchtfolge mit Nichtwirtspflanzen optimieren.
  • Rübenverletzungen durch Schädlinge und Rodung minimieren.
  • Nur gesundes Erntegut für eine längere Lagerung verwenden.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

Quellen

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Pastinakenkrebs (Itersonilia perplexans)

Itersonilia Befall an der Pastinaken Rübe. (Kerstin Mahler)
Itersonilia Spitzendürre am Pastinaken Laub.
(Kerstin Mahler)

In den großen Pastinaken Anbaugebieten in Australien, England und USA eine sehr wichtige Krankheit.

Schadbild und Beschreibung

  • Erst Befalls Symptome zeigen sich an den Blättern.
  • Es entsteht die sogenannte Spitzendürre an den Blättern.
  • An den Blattstielen entstehen bräunliche Flecken.
  • Später, insbesondere an älteren Beständen werden auch die Rüben befallen.
  • An den Rüben entstehen bräunliche, schwärzliche oder auch violette Flecken.
  • Die Befalls Stellen sind leicht eingesunken.
  • Befalls Beginn oft an der Rübenschulter.
  • Nicht mit Erde bedeckte Rübenschultern sind besonders gefährdet.
  • Der Pilz liebt feucht warme Verhältnisse.
  • 20°C gilt als optimale Temperatur.
  • Der Pilz überdauert als Chlamydosporen an befallenem Pflanzengewebe oder im Boden.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.
  • Sekundär siedeln sich evtl. auch noch andere Erreger an.

Wirtspflanzen

  • Anethum graveolens, Callistephus chinensis, Daucus carota, Helianthus annuus, Pastinaca sativa, Tanacetum cinerariifolium

Vorbeugemaßnahmen

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Kein Anbau auf befallene Parzellen
  • Kein Anbau nach einem Wirtspflanzen-Anbau.
  • Regenverdaulichkeit des Bodens optimieren
  • Erdefreie Rübenschultern vermeiden, evtl. anhäufen.
  • Widerstandsfähigere Sorten bevorzugen.
  • Wöchentliche Bestandskontrolle, evtl. Erntetermin vorziehen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

Quellen

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Weichfäule (Pectobacterium carotovorum sensu lato)

Pectobacterium carotovorum Befall am eng verwandten Sellerie. (Rasbak)
Pectobacterium carotovorum Befall an der eng verwandten Möhren Rüben. (Tamil Nadu Agricultural University, India)

Diese Bakterienkrankheit hat viele Wirtspflanzen und kann auch den Pastinaken Anbau schädigen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Bacterium carotovorum
  • Erwinia aroideae, Erwinia betivora, Erwinia carotovora, Erwinia carotovora subsp. aroideae, Erwinia dahliae, Erwinia melonis
  • Pectobacterium aroideae, Pectobacterium phytophthorum

Schadbild und Lebensweise

  • Diese Weichfäule beginnt meist an der Rübenschulter.
  • Der Befall beginnt meist an verletzten Stellen der Pastinaken Pflanzen.
  • Die Enzyme der Bakterien zerstören die Pektine in den Zellwänden, so dass eine Weichfäule entsteht.
  • Befallene Gewebepartien verfärben sich bräunlich.
  • Die zerstörten Gewebepartien werden matschig weich.
  • Auch im Lager kann sich die Fäulnis weiterentwickeln.
  • In Pastinaken-Plastikbeutel (Markt) herrschen meist gute Bedingungen für das Bakterium.
  • Temperaturen über 15°C sind sehr förderlich für Pectobacterium carotovorum.
  • Niedrige Temperaturen unter 5°C hemmen die Bakterienentwicklung stark.
  • Verletzungen jeglicher Art erhöhen das Befallsrisikio.
  • Stauende Nässe im Feld fördert stark diese Krankheit.

Wirtspflanzen bei Pectobacterium carotovorum sensu lato(laut EPPO)

  • Apium graveolens, Lactuca sativa, Nicotiana, Pastinaca sativa, Raphanus sativus, Solanum tuberosum und andere

Vorbeugemaßnahmen

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichst keine der Wirtspflanzen als Vorfrucht wählen.
  • Staunässe vermeiden, Regenverdaulichleit der Böden verbessern.
  • Kaliversorgung optimieren.
  • Pflanzenverletzungen minimieren, schonende Pastinaken Ernte.
  • Den Befall bzw. Verletzungen durch Möhrenfliegen Maden und anderen Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

Quellen

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Schorf (Streptomyces-Arten)

Streptomyces an Kohlrabi. (Josef Schlaghecken)

Der Bakterien Krankheit, Kartoffel- und Rübenschorf tritt auch an Pastinaken auf.

Wichtige Arten

  • Streptomyces acidiscabies, Streptomyces caviscabies und Streptomyces scabiei (Syn. scabies)

Schadbild und Beschreibung

  • Auf den Pastinaken Rüben bilden sich warzenartige Pustel.
  • Die befallen Stellen sind meist rundlich und zunächst weißlich.
  • Im späteren Verlauf siedeln sich oft sekundär andere Bakterienarten an.
  • Im Endstadium bilden sich korkige, bräunliche Strukturen.
  • Sehr hohe pH-Werte sind für die Erreger Entwicklung förderlich.
  • Streptomyces benötigt gut durchlüftete Böden.
  • Die Infektion der Pflanzen erfolgt meist schon im Jugendstadium.
  • Diese Bakterienart bildet im Pflanzengewebe Myzel ähnliche Geflechte.

Wirtspflanzen

  • Beta vulgaris, Brassica, Cucumis melo, Daucus carota, Ipomoea batatas, Pastinaca sativa, Raphanus sativus, Solanum tuberosum.

Vorbeugemaßnahmen

  • Vorsicht vor Parzellen mit einer langjährigen intensiven Kartoffel und Rüben Anbau.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichkeiten einer pH-Wert Absenkung prüfen.
  • pH-Wert senkende Düngemittel bevorzugen.
  • Bei Befalls Verdacht im Jugendstadium Trockenperioden minimieren.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Pastinaken Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Alternaria (Alternaria radicina)

Alternaria alternata Konidien. (Abdulghafour)
Saatgutübertragung ist möglich. (Ruef, Schlaghecken)

Gefährliche Pilzkrankheit, die vor allem das Laub befällt und vernichten kann.

Synonyme

  • Pseudostemphylium radicinum.
  • Stemphylium radicinum.

Schadbild und Lebensweise

  • Beim Befall entstehen zunächst gelbliche Blatt-Flecken.
  • In einem späteren Stadium verfärben sich die Flecken bräunlich.
  • Der Pilz liebt feucht-warme Bedingungen.
  • Gegen Kulturende erhöht sich die Anfälligkeit der Pastinaken Pflanzen.
  • Besonders der frühe Befall kann großen Schaden anrichten.
  • Feldbedeckungen mit Folie, Vliese und Schutznetze können einen Befall begünstigen.
  • Die Sporen können sich durch die Luft oder durch Regen verbreitet werden.
  • Der Pilz kann an befallene Pflanzenreste überdauern.
  • Pflanzen der Wilden Pastinake und Möhren können den Pilz übertragen.
  • Der Pilz kann mit dem Saatgut übertragen werden.

Wirtspflanzen

  • Daucus carota, Pastinaca sativa, Petroselinum crispum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel, mindestens zwei Jahre Anbaupause.
  • Befallsfreies Saatgut.
  • Saatgutbehandlung.
  • Sortenunterschiede beachten.
  • Zur Pastinaken Lagerung nur befallsfreie Ware nehmen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Botrytis Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Pastinaken Rübe mit einem Botrytis cinerea Befall.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, Augustenberg)

Die Pilzkrankheit kann vor allem bei einer längeren Lagerung der Rüben zum Problem werden.

Schadbild und Lebensweise

  • An den befallenen Rüben entsteht eine grauer Pilzrasen.
  • Im Lauf der Zeit entsteht eine Weichfäule.
  • Bei einem längeren Befall entstehen manchmal die Sklerotien (Dauerformen).
  • Der Pilz überdauert an befallenen Pflanzenteilen oder mit Hilfe der Sklerotien (Dauerformen)
  • Länge Nässe und höhere Temperaturen im Lager fördern die Pilzentwicklung.
  • Verletzungen an den Rüben erleichtern den Rüben Befall.
  • Der Pilz entwickelt sich zwischen -3 und 31 °C, das Optimum für sein Wachstum liegt bei 20 °C.
  • Unter 4 °C ist er in seiner Entwicklung gehemmt.
  • Botrytis ist meist nicht in der Lage gesundes Pflanzengewebe zu infizieren.

Wirtspflanzen

  • Pastinaca sativa und die meisten anderen Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Im Feld zu dichte Pflanzen Bestände vermeiden.
  • Bei der Beregnung Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Zur Lagerung nur gesunde Rüben verwenden.
  • Bei der Rodung und Einlagerung Rübenverletzungen minimieren.
  • Bei einer längeren Rübenlagerung optimale Lagerbedingungen schaffen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Cavity spot (Pythium sp.)

Pilzkrankheit, die Schaden verursachen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Pilze dringen in die Pastinaken Wurzeln ein.
  • Je älter der Bestand desto anfälliger werden die Pflanzen.
  • An den Pastinaken Rüben entstehen eingesunkene, graubräunliche Flecken.
  • Das äußere Wurzelgewebe reißt auf.
  • Böden mit schlechter Bodengare befördern den Befall.
  • Staunässe begünstigt den Befall.
  • Sauerstoffmangel scheint eine Rolle zu spielen.
  • Kalziummangel und niedrige pH-Werte sind beteiligt
  • Die Pythium-Erreger können an befallenen Pflanzendteilen überdauern.
  • Die sich bildenden Oosporen sind die Dauerformen des Pilzes.

Wirtspflanzen

  • Daucus carota, Pastinaca sativa.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichst drei Jahre vorher keine der oben genannten Wirtspflanzen.
  • Wasserstau vermeiden.
  • Regenverdaulichleit des Bodens verbessern.
  • Bodenkalkungen und pH-Wert Anhebung scheinen den Befall zu verringern.
  • Überversorgung mit Stickstoff vermeiden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Cercospora-Blattflecken (Cercospora carotae)

Cercospora Befall an Pastinaken Laub. (Kerstin Mahler)
Cercospora am Möhrenlaub (Jochen Kreiselmaier)

Eine Pilzkrankheit, die an Pastinaken Schaden anrichten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern und Stängel bilden sich kleine bräunliche Flecken.
  • Befallene Blattpartien vergilben.
  • Mit der Zeit vergrößern sich die Befalls Flecken und ganze Blätter sterben ab.
  • Ein Frühbefall an jungen Pastinaken Bestände ist besonders gefährlich.
  • Längere Blattnässe fördert die Entwicklung des Pilzes.
  • Pilzfördernd ist eine relative Luftfeuchtigkeit von über 85% und Temperaturen im Bereich von 15-30°C
  • Temperaturen unter 15°C und über 30°C hemmend die Pilzentwicklung stark.
  • Die Sporen (Konidien) werden über Wind und Wasserspritzer im Bestand verbreitet.
  • Im Feld überdauert der Pilz an befallenen Pflanzenresten.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.
  • Eine Verwechselung mit einem Alternaria-Befall ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Daucus carota, Pastinaca sativa.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Möglichst kein Anbau neben Wirtspflanzen wie Möhren.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Nachbau auf einer befallenen Fläche frühestens nach 2 Jahren.
  • Befallene Bestandsreste schnell zur Verrottung bringe und einarbeiten.
  • Bei der Bewässerung eine Minimierung der Blattnässe Zeiten anstreben.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Echter Mehltau (Erysiphe heraclei)

Ein Schönwetterpilzkrankheit, die das Laub befällt und zu Ertrag Minderungen führen kann. Mit zunehmender Klimaerwärmung wird der Pilz vermutlich an Bedeutung gewinnen.

Echter Mehltau (links), an der verwandten Möhre.
(Josef Schlaghecken)
Link zu einem Befalls Foto an Pastinaken.

Synonyme (laut EPPO)

  • Erysiphe communis f. umbelliferarum.
  • Erysiphe umbelliferarum.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern entsteht ein deutlich sichtbarer weißer Belag.
  • Die Blätter sterben normalerweise nicht ab.
  • Ein starker Befall führt jedoch zu einer Ertragsminderung.
  • Der Pilz liebt trockenes Wetter und intensiven Sonnenschein.
  • Dabei ist eine hohe Luftfeuchtigkeit am Abend und Morgen wohl förderlich.
  • Der Pilz überwintert in den Fruchtkörpern, den sogenannten Cleistothecien.
  • Im Frühjahr entlassen die Cleistothecien ihre Ascosporen.
  • die Ascosporen werden mit dem wind oder Wasser verbreitet.

Wirtspflanzen

  • Anethum, Anthriscus, Apium, Daucus, Pastinaca, Petroselium.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weniger anfällige Sorten testen.
  • Häufigere Beregnung mildert die Befalls Stärke.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Mycocentrospora Schwarzfäule (Mycocentrospora acerina)

Mycocentrospora acerina Befall an den eng verwandten Möhren (Foto: MAPAQ

Weltweit eine wichtige, gefürchtete Pilzkrankheit.

Synonym (laut EPPO)

  • Centrospora acerina.
  • Cercospora acerina, Cercospora cari.

Schadbild und Lebensweise

  • Schon bei der Keimung können die Pastinaken Sämlinge befallen werden und absterben.
  • Der Pilz dringt gerne über Wunden in die Pflanze ein.
  • Im Frühbefall ähnliche Schadbilder wie einem Befall durch Alternaria.
  • Kann auch im Rübenlager große Schäden hervorrufen.
  • Schädigt auch noch bei Lagertemperaturen unter 1°C.
  • Der Pilz verursacht bräunlich schwarze Faulstellen.
  • Die Infektion erfolgt meist schon auf dem Feld, z.B. über Wunden bei der Ernte.
  • Im Lager können sich befallen Pastinaken Rüben gegenseitig infizieren.
  • Überständige Bestände sind wohl bes. anfällig.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Daucus carota, Pastinaca sativa u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Minimierung von Wurzelverletzungen z.B. durch Möhrenfliegenmaden.
  • Erntefertige Bestände nicht überständig werden lassen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Derzeit, 6/2024 sind keine Mittel in PS-Info aufgeführt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Phoma-Fäule (Calophoma complanata)

Phoma-Fäule - Calophoma complanata an Pastinaken.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, Augustenberg)
Phoma-Fäule - Calophoma complanata an Pastinaken.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, Augustenberg)

Die Pilzkrankheit kann vom Keimstadium bis zur Rübenbildung großen Schaden anrichten.

Synonyme (bei EPPO)

  • Leptosphaeria complanata.
  • Phoma complanata.
  • Sphaeria complanata.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern bilden sich kleine braune Flecken.
  • Auf den Blattoberseiten werden in den Flecken die Fruchtkörper (Pyknidien) gebildet.
  • Bei Befall der Wurzeln bilden sich braunschwarze bis schwarze Flecken, manchmal um die gesamte Wurzel herum.
  • Der Rüben Befall bildet sich im oberen Teil.
  • Das befallene, dunkle Gewebe ist nur einige Millimeter dick.

Wirtspflanzen

  • Pastinaca sativa, Petroselium crispum und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Eine gute Borversorgung des Bodens sicherstellen.
  • Eine schnelle, problemlose Keimung verringert das Befalls Risiko.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Nur gesund Ware einlagern.
  • Lagerkonditionen optimieren bei Lagertemperaturen von um die 1°C.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Ramularia Blattflecken (Ramularia pastinacae)

Ramularia an Pastinake. (Jochen Kreiselmaier)
Ramularia an Pastinake.
(Jochen Kreiselmaier)

Blattfleckenkrankheiten, die großen Schaden anrichten kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Auf den Blättern entstehen zunächst kleine Flecken.
  • Die bräunlichen Flecken sind etwa 3-7 mm groß
  • Die befallenen Stellen verfärben sich bräunlich Flecken mit helleren Bereichen.
  • Bei einem sehr starken Befall können ganze Blattpartien absterben.
  • In einem späteren Stadium bildet sich an den Befalls Stellen ein weißlicher Sporenbelag.
  • Letztendlich kann das befallene Gewebe herausfallen.
  • Die Sporen können von Wind und Wasser transportiert werden.
  • Feuchtwarmes Wetter begünstigt die Entwicklung der Pilzkrankheit.
  • Die Krankheit kann leicht mit anderen Erregern verwechselt werden.

Wirtspflanzen

  • Pastinaca sativa

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Bestandsreste möglichst bald zerkleinern und einarbeiten.
  • Kein Anbau auf einer befallenen Parzelle.
  • Unterschiedliche Empfindlichkeit der Sorten prüfen.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzen.

Weiter Infos

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Rhizoctonia Fäule (Rhizoctonia solani)

Typische Rhizoctonia Befalls Symptome an einer Wurzel.
(Jochen Kreiselmaier)

Der Rhizoctonia solani ist weit verbreitet und kann Pastinaken schon bei der Keimung zerstören oder später an den Rüben, eine Fäulnis hervorrufen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Botryobasidium solani, Ceratobasidium filamentosum, Ceratobasidium solani, Corticium areolatum, Corticium praticola, Corticium solani, Hypochnus aderholdii, Hypochnus cucumeris, Hypochnus filamentosus, Hypochnus solani, Moniliopsis aderholdii, Moniliopsis solani, Pellicularia filamentosa, Rhizoctonia aderholdii, Rhizoctonia macrosclerotia, Rhizoctonia microsclerotia, Thanatephorus cucumeris, Thanatephorus praticola.

Schadbild und Lebensweise

  • Schon bei der Keimung können die Keimlinge absterben.
  • Die Wurzeln der Keimlinge sterben ab.
  • Kann sich auch im Lager entwickeln.
  • Beginnt oft als Trockenfäule.
  • Befalls Stellen werden oftmals auch als Eintrittspforte von sekundär auftretenden Bakterien und Pilzarten genutzt.
  • Befall Stellen können sich später zu einer bakteriellen Nassfäule entwickeln.
  • Rhizoctonia solani komm in vielen Böden vor.
  • Der Pilz kann mit Hilfe seiner Mikrosclerotien viele Jahre im Boden überdauern.
  • Insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 13-15°C keimen die Sclerotien aus.
  • Die Infektion der Pflanzen erfolgt durch die Spaltöffnungen oder durch Wunden.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis, Cucurbita, Daucus carota, Diplotaxis, Eruca, Glycine max, Helianthus annuus, Lactuca, Lens culinaris, Lepidium, Pastinaca sativa, Phaseolus, Physalis, Pisum sativum, Raphanus sativus, Rumex, Solanum, Sorghum, Spinacia oleracea, Tagetes, Triticum), Valerianella, Vicia faba, Zea mays und viel andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärker befallene Parzellen meiden.
  • Weiter Fruchtwechsel von 3 oder mehreren Jahren.
  • Regenverdaulichkeit der der Böden optimieren.
  • Dammkultur reduziert Befalls Risiko.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Weißfäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Sclerotinia Befall an einer Pastinaken Rübe.
(Josef Schlaghecken)

Lagerkrankheit, die insbesondere bei ungünstige Bedingungen für die Pastinaken zum Problem werden kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Peziza sclerotiorum.
  • Sclerotinia libertiana, Sclerotinia nicotianae, Sclerotium varium.
  • Whetzelinia sclerotiorum.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Pastinaken werden zunächst stellenweise von einem weißen Pilzgeflecht befallen.
  • Bei einem starken Befall faulen die ganzen Rüben.
  • Eine Infektion der Pastinaken Rüben erfolgt meist schon auf dem Feld.
  • Verletzungen des Pflanzengewebes erleichtern eine Infektion.
  • Im Lager kann es zu einer Weichfäule kommen ohne ein weißes Myzel.
  • Nach ein paar Wochen bilden sich die schwarzen Dauersporen (Sclerotien)
  • Der Pilz überdauert im Boden mit Hilfe seiner Dauersporen.
  • Besonders günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C.
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.
  • Der Pilz hat eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viel andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärke befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Einsatz von Coniothyrium minitans prüfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Für eine lange Lagerung möglichst tiefe Temperaturen, nahe Null, anstreben.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Schädlinge

Eine beachtliche Anzahl an Schädlingsarten können Pastinaken Bestände schädigen. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Blattläuse (Cavariella aegopodii und andere)

Gierschblattlaus. (Josef Schlaghecken)

Durch die Saugtätigkeit verschiedener Blattlausarten kann es zu Schäden am Pastinaken Laub kommen.

Bedeutende Arten

  • Gierschblattlaus (Cavariella aegopodii).
  • Pastinaken-Blattlaus (Cavariella pastinacae).

Auftreten der Gierschblattlaus

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
  • Die Gierschblattläuse treten vor allem von April bis September an den Möhren auf.
  • Etwa ab E. April Zuflug vom Winterwirt, etwa ab September geflügelte Tiere, die zum Winterwirt wechseln.
  • Die Daten schwanken je nach Region und Jahr.

Schadbild und Lebensweise der Gierschblattlaus

  • Es entsteht eine Kräuselung am Pastinaken Laub.
  • Gierschblattläuse sind etwa 1-3 mm groß.
  • Sie treten vor allem von Mai bis September an den Pastinaken Pflanzen auf.
  • Man findet sie bes. an den jungen Blättern in Kolonien auf.
  • Die Gierschblattläuse überwintern in Eiform an Weidenbäume (Salix fragilis).
  • Die Blattläuse können auch an Doldenblütler Pflanzen überwintern.
  • Etwa Mitte Mai entstehen geflügelte Formen, die ihre Sommerwirte aufsuchen.
  • Sommerwirte sind Doldenblütler Arten wie Möhren, Dill, Fenchel, Giersch, Pastinaken, Petersilie, Sellerie usw.

Wirtspflanzen der Gierschblattlaus

  • Anethum graveolens, Daucus carota, Foeniculum vulgare, Pastinaca sativa, Petroselinum crispum, Salix, Vicia faba u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Ein Einsatz von Insektiziden ist normalerweise nicht nötig.
  • Wiederholt Bestandskontrollen durchführen.
  • Bei einem stärkeren Befall den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Eingesetzte Insektizide sollten nützlingsschonend sein.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Erdraupen (Agrotis-Arten u.a.)

Erdraupe zusammengerollt. (Rasbak)

Erdraupen sind die Larven verschiedener Schmetterlingsarten. Sie schädigen vereinzelt auch Pastinaken Bestände. Punktuell kann es dabei zu einem Totalausfall kommen.

Schadbild und Lebensweise

  • Bei einem Frühbefall findet man welkende Pastinaken Pflanzen.
  • Gräbt man welkende Pflanzen aus, so sieht man die Fraßschäden an den Rüben.
  • Oftmals bemerkt man die Fraßschäden nicht am Pastinaken Laub.
  • Mit einem Erdraupen Schaden ist vor allem ab Juni zu rechnen.
  • Als Erdraupen gelten die Larven verschiedener Falterarten.
  • Wichtige Arten sind: Agrotis ipsilon und Agrotis segetum.
  • Agrotis Falter fliegen etwa von Mai bis Oktober.
  • Sie fliegen vorwiegen in der Dämmerung und nachts.
  • Die Eiablage erfolgt an bodennahen Pflanzenteilen.
  • Die Raupen sind bräunlich gefärbt.

Wirtspflanzen

  • Beta, Brassica, Daucus carota, Pastinaca sativa und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine feinkrümelige Bodenbearbeitung kann Erdraupen schaden.
  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Insbesondere die Bestände beim Auflaufen und in den ersten Wochen kontrollieren.
  • Nematoden der Art Steinernema carpocapsae werden zur biologischen Bekämpfung von Erdraupen angeboten.
  • Bei sehr starkem Befall den Einsatz von zugelassenen Insektiziden erwägen.
  • Insektizide möglichst spät abends und auf feuchtem Boden ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Drahtwürmer (Elateridae)

Drahtwurm Schaden am eng verwandten Sellerie.
(Jochen Kreiselmaier)

Drahtwürmer können in Pastinaken Bestände einen großen Schaden angerichtet.

Aktuelle Arten

  • Agriotes obscurus, Agriotes ustulatus.
  • Athous hirtus.

Schadbilder und Lebensweise

  • Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer.
  • Der Name Schnellkäfer beschreibt die Möglichkeit der Käfer aus der Rückenlage in die Luft zu schnellen.
  • Die gelb-orange Larve (Drahtwurm) besitzt drei Beinpaare und hat ein gut chitinisiertes Außenskelett.
  • Die Schnellkäfer Larven schädigen Pastinaken Bestände in dem sie die jungen Keimlinge oder auch später die Rüben anfressen und so zerstören.
  • Zieht man eine so welkende Pflanze aus dem Boden findet man meist einen Drahtwurm.
  • Schnellkäfer haben einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus.
  • Ihr üblicher Lebensbereich ist das Grünland.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit Drahtwurmbesatz für den Anbau von gefährdeten Gemüsearten wie Pastinaken meiden.
  • Bei unklarem Befalls Verdacht mit Köder (z.B. Kartoffeln) den Besatz ermitteln.
  • Mehrfache, feinkrümelige Bodenbearbeitung kann die trockenheitsempfindlichen Eier und Larven schädigen bzw. auch zerstören.
  • Prüfen ob eine wirksame und zugelassene Saatgutbeizung zur Verfügung steht.
  • Derzeit (6/2024) sind keine Mittel in PS-Info aufgeführt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Mäuse (Wühlmäuse und Feldmäuse)

Mäuse Fraßschaden an der verwandten Sellerie Knolle.
(Jochen Kreiselmaier)

Feldmäuse und Wühlmäuse können einen großen Schaden an Pastinaken Bestände anrichten.

Zwei wichtige Arten

  • Feldmäuse: Microtus arvalis.
  • Wühlmaus (Schermaus): Arvicola terrestris.

Feldmäuse: Microtus arvalis

  • Sie bewegen sich vorwiegend oberirdisch.
  • Ihre Laufwege sind gut zu sehen.
  • Ihr Fell ist einfarbig dunkelgrau bis hellgrau oder braun.
  • Die Tiere sind meist 9-12 cm lang.
  • Die Ohren sind abgerundet und fallen kaum auf.
  • Die Schwanzlänge entspricht etwa 1/3 der Körperlänge.
  • Mit Schäden rechnet man, wenn mehr als 1.000 Tiere pro ha auftreten.
  • Die Populationsdichte wechseln stark von Jahr zu Jahr.
  • Pro Jahr gibt es etwa 3-6 würfe mit 4-5 Nachkommen.
  • Insbesondere Wurzelgemüse kann stark angefressen und geschädigt werden.

Wühlmaus (Schermaus): Arvicola terrestris

  • Typisch sind die aufgeworfenen Erdhaufen.
  • Mit 12-23 cm Länge größer als die Feldmaus.
  • Ihr Fell ist braun bis schwarzbraun.
  • Die Ohren sind kurz.
  • Der Schwanz hat ungefähr die halbe Körperlänge.
  • Die Fraßschäden erfolgen vor allem unterirdisch.
  • Insbesondere Wurzelgemüse kann stark angefressen und geschädigt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Gewanne mit starkem Mäusevorkommen meiden.
  • Zuzugsregionen beweiden (Bodenverdichtung).
  • Eventuell Fallen aufstellen.

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Möhrenblattfloh (Trioza apicalis)

Möhrenblattfloh (Trioza apicalis) neben geschädigtem Blatt. (Jasmin Sauer, JKI Braunschweig)

Der Möhrenblattfloh kann Pastinaken Bestände schädigen.

Synonym

  • Dyspersa apicalis.

Flugzeiten des Möhrenblattflohs.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
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  • Flugzeit etwa von April bis August, Hauptflugzeit Ende Mai bis E-Juli.
  • Ab April lassen sich die Flugaktivitäten mit Leimtafeln dokumentieren.
  • Die Hinweise des regionalen Pflanzenschutz Warndienstes beachten
  • Pro Jahr gibt es drei Generationen.

Schadbild und Lebensweise

  • Erwachsene Möhrenblattflöhe sind etwa 3 mm groß.
  • Die Blattflühe sind gelbliche grün und haben durchscheinende Flügel.
  • Bei einem Befall kommt es zu einer Blattkräuselung
  • Die Blätter verfärben sich durch den Befall nicht.
  • Ein stärkerer Befall verursacht eine Wachshemmung.
  • Pro Jahr gibt es eine Generation.
  • Je nach Region erfolgt etwa im Mai die Eiablage.
  • Die meisten Eier findet man den Blatträndern.
  • Die Eier sind gestielt.
  • Blattflöhe überwintern gerne an den Nadeln von Nadelgehölzen.

Wirtspflanzen

  • Aegopodium podagraria, Aethusa cynapium, Anethum graveolens, Angelica archangelica, Anthriscus, Apium spp., Carum carvi, Coriandrum sativum, Daucus carota, Foeniculum vulgare, Levisticum officinalis, Pastinaca sativa, Petroselinum hortense.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Anbau möglichst nicht in der Nähre von Vorjahresflächen.
  • Befallskontrolle mit gelbe Leimtafeln.
  • Einsatz von Kulturschutznetzen mit Maschenweiten 0,6 mm oder Vliesen während der Jugendentwicklung kann helfen.
  • Bei einem starken Befall Bekämpfung mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Derzeit (6/2024) sind keine PS-Mittel in PS-Info aufgeführt.

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Möhrenfliege (Chamaepsila rosae)

Möhrenfliegen Maden Fraß an Pastinaken Rüben.
(Josef Schlaghecken)
Fänge von Möhrenfliegen auf Gelbtafeln im Jahresverlauf. (Dr. Alexander Wichura, LWK Niedersachsen))

Die Maden der Möhrenfliegen (Chamaepsila rosae), auch Eisenmaden genannt, können großen Schaden an den Pastinaken Rüben hervorrufen und sogar einen Totalausfall bewirken.

Synonym (laut EPPO)

  • Musca rosae.
  • Psila rosae.

Auftreten von Möhrenfliegen Flug

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
  • Etwa ab Ende April bis Ende September ist mit einem Möhrenfliegen Flug zu rechnen.
  • Ab Mitte April aufgestellte Orange- bzw. Gelbtafeln zeigen die Flugaktivitäten.
  • Die Hinweise des regionalen Pflanzenschutz Warndienstes beachten.
  • Die Daten schwanken je nach Region und Witterung.
  • Pro Jahr gibt es drei Generationen.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Fliegen sind etwa 4-5 mm groß.
  • Sie haben einen gelblichen Kopf, rote Augen, einen schwarze Brust, einen schwarzen Hinterleib, gelbe Beine und durchsichtige Flügel.
  • Die Fliegen erscheinen etwa ab Anfang Mai.
  • Die Fliegen legen ihre Eier am Grunde der oberirdischen Pflanzenteile ab.
  • Die schlüpfenden Larven wandern etwa bis zu 30 cm in den Boden, fressen sich in die Pastinaken Rüben ein und schädigen sie dabei.
  • Sekundär kann dann auch noch eine Fäulnis entstehen.
  • Die Larven können überwintern.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Daucus carota, Pastinaca sativa und Petroselinum crispum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weiter Fruchtwechsel mit Nicht-Wirtspflanzen.
  • Anbau in Regionen mit wenig Möhren-, Pastinaken-, Petersilie- und Sellerieanbau.
  • Anbau in windoffenen Lagen.
  • Bedeckung der Bestände mit einem Insektenschutznetz, Maschenweite 1,35 x 1,35 mm.
  • Kontrolle der Flugaktivitäten mit Hilfe von Gelbtafeln.
  • Eine Bekämpfung der Maden im Boden ist nicht möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutz erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Minierfliegen (Liriomyza, Phytomyza u.a.)

Minierfliegen Befall an Pastinake (Kerstin Mahler)

Minierfliegen können durch die Miniertätigkeit ihrer Larven im Pastinaken Laub schädigen.

Aktuelle Arten

  • Liriomyza huidobrensis (Südamerikanische Minierfliege).
  • Liriomyza trifolii (Floridaminierfliege).
  • Napomyza carotae (Möhrenminierfliege).

Möhrenminierfliegen (Napomyza carotae) Flug Perioden

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
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  • Die Möhrenminierfliegen fliegen vor allem von Anfang Mai bis Ende September auf den Möhren Feldern.
  • Etwa ab Mitte Mai ist mit einer Eiablage zu rechnen.
  • Die Daten schwanken je nach Region und Witterung.
  • Es gibt zwei Generationen pro Jahr von denen die Zweite, etwa ab Mitte Aug. bes. schädlich ist.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Minierfliegen legen ihre Eier in den Blättern ab.
  • Die weiblichen Tiere haben Legebohrer.
  • Die Eier sind ca. 0,4 mm lang.
  • Nach etwa 5 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Nach dem Schlüpfen minieren die Larven in den Blättern der Pastinaken.
  • Die Befallen Blattpartien verlieren ihr Blattgrün und verfärben sich.
  • Beim genauen Hinschauen sieht man die Larven oder Puppen im befallenen Bereich.
  • Die Verpuppung erfolgt im Blatt oder im Boden.
  • Meistens sieht man vorhandene Larven im Blatt besser im Gegenlicht.
  • Bisher sind bei uns Minierfliegenschäden an Pastinaken kaum ertragsmindernd.

Wirtspflanzen

  • Pastinaca sativa und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Bekämpfung ist bisher normalerweis nicht nötig.
  • Vorbeugend wöchentliche Bestandskontrollen durchführen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Nematoden: Nördliche Wurzelgallennematode (Meloidogyne hapla)

Meloidogyne hapla an der eng verwandten Möhre.
(Josef Schlaghecken)

Eine Nematoden Art, die auch an Pastinaken Bestände Schaden anrichten kann und sich in wärmeren Perioden bes. gut entwickelt.

Schadbild und Lebensweise

  • Befall meist Nester artig.
  • Es bildet sich keine normale Rübenform.
  • Es bilden sich missgebildete, beinige Rüben.
  • Es bilden sich kleine Gallen an den Seitenwurzeln.
  • Die Gallen sind nur wenige mm groß.
  • Bei einem stärkeren Befall entsteht ein Totalausfall.
  • Die Nematoden Art liebt wärmere Sommer.
  • Temperaturen über 10°C sind förderlich für die Entwicklung.
  • Pro Jahr sind drei Generationen möglich.
  • Verbreitung meist durch Boden, Fahrzeuge, Geräte und Schuhe.
  • Sehr viele Wirtspflanzen. von AGES

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Daucus carota, Glycine max, Hordeum vulgare, Ipomoea batatas, Lactuca, Medicago sativa, Nicotiana tabacum, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba.

Video

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichst kein Anbau nach einer Wirtspflanze.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

Quellen

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Nematoden: Möhrenzystenälchen (Heterodera carotae)

Heterodera carotae Befall an der eng verwandten Möhre (M.Gammelgaard)

Nematoden Art, die zu großen Ausfällen führen kann aber bisher nur in einzelnen Fällen gefährlich wurde.

Schadbild und Lebensweise

  • Erste Schadymptome meist Nester artig.
  • Es zeigen sich Wachstumsdepressionen.
  • Es kommt zu Ertragsausfällen.
  • Die Pastinaken Rüben zeigen verschiedenartige Missbildungen.
  • Es entstehen bärtige Rübenkörper.
  • An den feinen Wurzeln bilden sich kleine Zysten.
  • Die Zysten sind oft oval und bräunlich gefärbt.
  • Die Larven der Nematoden gehen in die Pastinaken Rüben.
  • Die weiblichen Tiere können 300 und mehr Eier legen.
  • Pro Jahr können sich 2 Generationen entwickeln.

Wirtspflanzen

  • Daucus carota (einschließlich wilder Möhre) Pastinaca sativa u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wilde Pastinaken und Wilde Möhren als Beikraut minimieren.
  • Mehrere Jahre Anbaupause mit Wirtspflanzen.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

Quellen

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Nematoden: Stängelälchen (Ditylenchus dipsaci)

Ditylenchus dipsaci Weibchen. (Ulrike Ipach, DLR-Rheinpfalz)

Stängelälchen können Pastinaken Bestände schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entsteht eine Trockenfäule an der Pastinaken Rüben Schulter.
  • Die Nematoden dringen durch die Stomata in das Pflanzen Gewebe ein.
  • Regenreiche Perioden und Beregnung fördern die Nematodenentwicklung.
  • Schwerere Böden sind vorteilhaft für die Nematoden Art.
  • Sekundär wird das geschädigte Pastinaken Gewebe evtl. auch von Krankheiten befallen.
  • Bei günstigen Bedingungen dauert ein Entwicklungszyklus der Nematoden 7-20 Tage.
  • Die Nematoden können problemlos kalte Winter überstehen.
  • Der Befall erfolgt oft herdenartig.
  • Verschiedene Beikräuter begünstigen die Nematoden Vermehrung.
  • Die Verbreitung erfolgt durch Bestandsreste, Putzreste, Beikräuter, Arbeitsgeräte und Wind.
  • Im Stadium J4 können die Nematoden viele Jahre überdauern.

Wirtspflanzen

  • Allium, Avena sativa, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica species, Capsicum, Cichorium, Hordeum vulgare, Medicago sativa, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pimpinella anisum, Pisum sativum, Secale cereale, Solanum, lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Vicia faba, Zea mays

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie bzw. befallsarme Parzellen wählen.
  • Empfohlener Fruchtwechsel mindestens 5 Jahre.
  • Auf verseuchten Flächen alle Wirtspflanzen für ein paar Jahre weglassen.
  • Sparsame Bewässerung.
  • Konsequente Beikraut Regulierung.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

Quellen

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Nematoden: Wandernde Wurzelnematoden (Pratylenchus penetrans u.a.)

Pratylenchus penetrans. (Oregon State University)

Pratylenchus penetrans Nematoden können großen Schaden an Pastinaken Bestände hervorrufen.

Schadbild und Lebensweise Pratylenchus penetrans

  • Der Befall wird auch als Möhrenmüdigkeit bezeichnet.
  • Ein Erstbefall tritt meist nesterweise auf.
  • Es entstehen sehr unterschiedliche Schadymptome
  • Die starke Wurzelbart Bildung schädigt wohl am meisten.
  • Verformungen und Wulstbildungen an den Rüben kommen vor.
  • Weniger stark schädigen die z.T. leichten Einschnürungen an den Rüben.
  • Ein Totalausfall ist möglich.
  • Die Nematoden stechen die Zellwände an und ernähren sich vom Zellinhalt.
  • An den Befalls Stellen können sich sekundär Bakterien- oder Pilzkrankheiten ansiedeln.
  • Erwachsene Pratylenchus penetrans Tiere sind etwa 400-600 µm lang.
  • Die Eiablage erfolgt im Boden oder an den Wurzeln.
  • Eine Generation dauert bei guten Bedingungen ca. 4-8 Wochen.
  • Alle Arten bevorzugen leichtere Böden.
  • Bevorzugt werden wenige gare, grobschollige Böden.
  • Es gibt eine erstaunlich große Anzahl an Wirtspflanzen.
  • Pratylenchus, Rotylenchus und Paralongidorus-Arten kommen auch vor.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anethum graveolens, Apium graveolens, Brassica species, Cucumis melo, Cucumis sativus, Daucus carota, Festuca, Glycine max, Hordeum vulgare, Lactuca, Medicago sativa, Nicotiana tabacum, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Scorzonera hispanica, Sinapis alba, Solanum lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Zea mays, Zingiber u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallenen Flächen meiden.
  • Mehrjähriger Fruchtwechsel einhalten.
  • Biofumigation in Betracht ziehen.
  • Anbau weniger attraktiver Pflanzenarten wie Kohlarten, Speise Bete, Zucker- und Futterrüben oder Spinat erwägen.
  • Anbau von Tagetes als Feindpflanze prüfen.
  • Biofumigation mit Ölrettich usw. in Betracht ziehen
  • Zu den wichtigsten Wirtpflanzen gehören Möhren, Petersilie und Sellerie.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

Quellen

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Raupenfraß (Verschiedene Arten)

Epermenia chaerophyllella Raupe. (Patrick Clement)

Verschiedene Raupenarten fressen gerne an Doldenblütler Blätter und damit auch am Pastinakenlaub. Der Schaden ist meist nur geringfügig. Eine Befallskontrolle erscheint trotzdem empfehlenswert.

Mögliche Arten sind u.a.

  • Autographa gamma (Gammaeulen).
  • Depressaria radiella (Pastinaken Motte).
  • Epermenia chaerophyllella (Flügelzahnfalter).
  • Papillio machaon (Schwalbenschwanz) geschützt.

Schadbild und Lebensweise

  • Verschiedene Falter legen ihre Eier am Pastinaken Laub ab.
  • Die schlüpfenden Raupen ernähren sich vom Laub der Pastinaken.
  • Bei einem starken Raupenfraß kann es zu einer Ertragsminderung kommen.

Wirtspflanzen

  • Daucus carota, Pastinaca sativa und insbesondere andere Doldenblütler.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es sind keine besonderen Vorbeugemaßnahmen nötig.
  • Eine Bekämpfung ist nur in seltenen Fällen nötig.
  • Vorsichtshalber wöchentliche Bestandskontrolle.
  • Bei einem stärkeren Befall, den Einsatz von zugelassenen Insektiziden erwägen.
  • Insektizid Einsatz nur erfolgreich bei jungen Raupen.
  • Nützlingsschonende Insektizide bevorzugen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Aktuelle Pflanzenschutzempfehlung zum Pastinaken Anbau


Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

In der Datenbank PS-INFO findet man einfach und schnell, für die jeweils ausgewählte Gemüsekultur, die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel.

Logo PS Info.jpg



Zugelassene Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Pastinaken.

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Siehe auch in Hortipendium

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Autoren und Mitwirkende

  • Bedlan Gerhard, Dr., Institut für Pflanzenschutz, BOKU, Tulln, Österreich.
  • Frank Aline, Agroscope, Schweiz.
  • Gutierrez Noé López, Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt in Bernburg.
  • Heller Werner, Agroscope, Schweiz.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Kägi Andreas, Agroscope, Schweiz.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Sauer Jasmin, JKI-Fachinstitut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Braunschweig.
  • Sauerwein Gerd, Landwirtschaftskammer, NRW, Köln-Auweiler.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Wichura Alexander, Dr., Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
  • Wolck Anja, JKI, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Berlin.

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Quellen Offline

  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-9


Quellen Online