Mangold Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Bei den Pflanzenschutzmaßnahmen (Bio oder IP) die unterschiedlichen Mangold Produktionsverfahren (Babyleaf Mangold, Schnittmangold, Stielmangold) beachten. (Josef Schlaghecken)
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Rübenfliegen Made in einem Mangold Blatt. (Babahu)
Datei:Mangold Cercospora Blattflecken JS.jpg
Cercospora Blattflecken an einem Mangold Blatt (Josef Schlaghecken)

Beim Anbau von Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Cicla-Gruppe und Flavescens-Gruppe), können ernsthafte Krankheiten und gefährliche Schädlinge auftreten, die sogar zu Totalausfällen führen können. Eine genau Kenntnis aller Schaderreger und vorbeugende Maßnahmen sind deshalb angebracht. Als ein Mitglied der der Gänsefußgewächse ist die sehr enge Verwandtschaft zu Futterrüben, Speise Bete, Spinat und Zuckerrüben zu beachten. Die Folgenden Hinweise dienen der Förderung sowohl des Integrierten als auch des ökologischen Gemüseanbaus.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Mangold Anbauplanung

Vorbeugen ist besser als heilen.jpg
  • Wie wird angebaut: Integrierte Produktion (IP) oder ökologisch (Bio)?
  • Welche Mangold Variante soll angebaut werden?
  • Stielmangold, Blattmangold oder Beabyleaf Mangold?
  • Prüfen, ob für den Anbau von Mangold brauchbare Bedingungen vorliegen.
  • Die mögliche Fruchtfolge bedenken, wenn möglich optimieren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen, soweit möglich, Resistenzen nutzen.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Mangold Erwerbsanbau
  • Prüfen ob für die üblicherweise auftretenden Krankheiten und Schädlinge Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.
  • Dazu das Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau (PS Info) nutzen.
  • In der Datenbank PS-Info zunächst die Anbaumethode "integriert" oder "ökologisch" auswählen. Die dann aufgeführten Pflanzenschutzmittel entsprechen dann der gewählten Anbaumethode.

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Fruchtwechsel Optimierung

Bei der Anbauplanung und den Bemühungen um einen nachhaltigen Pflanzenschutz, hat die mögliche Fruchtfolge eine hervorragende Bedeutung. Lässt sich eine optimale Fruchtfolge für den Anbau von Mangold organisieren, so lassen sich, im Vergleich zum weit verbreiteten Anbau, erhebliche Mengen an Pflanzenschutzmittel einsparen. Da die engsten Verwandten des Mangolds aus der Unterfamilie der Gänsefußgewächse (siehe Fotos) grundsätzlich von den gleichen Krankheiten befallen werden können, sollten sie keinesfalls als Vorfrucht dienen. Wenn irgend möglich, in einer optimierten Fruchtfolge nicht mehr als 20% Gänsefußgewächse einplanen.
Da aber auch so manche Krankheit und auch viel Schädlinge von einem Feld zum Nachbarfeld wandern können ist es vorteilhaft, wenn Mangold nicht direkt neben einem der engen Verwandten angebaut wird.

Quellen

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Große Bedeutung der Sortenwahl

Bei den Bemühungen um einen nachhaltigen Mangold Anbau, mit möglichst umweltverträglichem Pflanzenschutz, spielt die Sortenwahl eine große Rolle. Durch den Anbau robuster, standortgerechter, und wo möglich resistenter Sorten, lässt sich der Einsatz von Pflanzenschutz Mittel reduzieren.

Vorgehensweise

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Feldhygiene Optimierung nutzen.

  • Mit Hilfe einer gezielten, auf die jeweilige Gemüseart abgestimmte Feldhygiene-Strategie lässt sich der Einsatz von Pflanzenschutzmittel reduzieren.
  • Detaillierte Hinweise in Hortipendium. Feldhygiene im Gemüsebau

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Nichtparasitäre Ursachen

An Mangold Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Nährstoff- und Düngeprobleme

Bormangel an einer Beta Pflanze (Kali & Salz.

Beim Anbau von Mangold kann es vor allem zu einem Nährstoffmangel, aber auch zu einer Überversorgung kommen.

Schadensbeschreibung

  • Bei einer Unterversorgung der Böden und einer unzureichenden Düngung kann es zu einem Nährstoffmangel kommen.
  • Mangold Pflanzen haben einen vergleichsweise hohen Borbedarf.
  • Auch aus dem Grunde kann ein zu niedriger oder auch ein zu hoher pH-Wert Schaden anrichten.
  • Benutzt man zur Kaliversorgung die kostengünstigeren chlorhaltigen Kalidünger so kann es zu Salzschäden kommen.
  • Bei einem Überangebot an Stickstoff kommt es zu überhöhten Nitratgehalten im Ernteprodukt.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Vor Anbaubeginn die Nährstoffversorgung der Böden mit Hilfe von Boden Analysen überprüfen.
  • Den Nährstoffbedarf durch eine bedarfsgerechte Düngung sicherstellen.
  • Bes. eine Unter- sowie eine Überversorgung mit Bor vermeiden.
  • Vor einer größeren Stickstoffdüngung den Nmin-Vorrat des Bodens überprüfen und bei der Düngung berücksichtigen.

Quellen in Hortipendium

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Schosser (bolting)

Mangold: Schosser Bildung. (Josef Schlaghecken)

Beim Frühanbau von Mangold kann es durch eine Blütenbildung zu Ausfällen kommen.

Schadbild und Entstehung

  • Die Pflanzen bilden keine neuen Blätter mehr.
  • Es entsteht ein Blütenstand.
  • Der Blütenstand kann 1 Meter oder größer werden.
  • Niedrige Temperaturen lösen die Bildung eines Blütenstandes aus.
  • Temperaturen von 5-9°C sind besonders kritisch.
  • Die Vernalisation kann schon im Keimstadium beginnen.
  • Eine kühle Periode von 3-5 Wochen ist bes. wirksam.
  • Die Angebotenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich.
  • Durch eine Schoßer Bildung kommt es schnell zu Qualitätsverlusten.
  • Ein Totalausfall ist möglich.

Vorbeugemaßnahmen

  • Beim Frühanbau weniger empfindliche Sorten verwenden.
  • Wenn aktuell, die immer aktuelle Sortenempfehlung von Rheinland-Pfalz zu Rate ziehen. Rote Bete, Frischmarkt, Lagerung, Industrie: Anbau- und Sortenhinweise für Rheinland-Pfalz. von Kerstin Mahler.
  • Bei Verwendung von Mangold Jungpflanzen, diese beim Frühanbau bei etwa 15°C heranziehen.
  • Beim Frühanbau die Bestände mit einem Vlies oder einer Folie bedecken.
  • Direktsaat Kulturen erst dann säen, wenn die Temperaturen keine Vernalisation mehr auslösen können

Quellen

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Trockenschäden

Trockenschäden an Mangold Pflanze. (Frank Vincentz)

Bei längerer Trockenheit und fehlender Beregnung kann es beim Anbau von Mangold Anbau zu Trockenschäden kommen. Bei zunehmender Klimaveränderung kann das Schadensrisiko steigen.

Schadbild

  • Insbesondere in der Keim- und Jugendphase können Trockenschäden auftreten.
  • Bei Wassermangel kann keine erfolgreiche Keimung stattfinden. Mit größeren Ausfällen ist zu rechnen.
  • Bei einer längeren Trockenheit welken die zunächst und sterben dann ganz ab.
  • Bei unzureichender Wasserversorgung kommt es zu Ertragsverlusten und einer suboptimalen Nutzung der angebotenen Nähstoffe bzw. Düngemittel.
  • Bes. junge Bestände sind gefährdet.
  • Auf leichten Böden mit geringer Wasserspeicherung ist ein Anbau ohne Berechnung kaum möglich

Vorbeugemaßnahmen

  • Den Humusversorgung der Böden optimieren.
  • Ein angemessenes Nährstoffangebot sicherstellen.
  • Eine Bewässerungsmöglichkeit einrichten.

Quellen

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Virus Krankheiten

Mangold Pflanzen können von verschiedenen Viruserkrankungen befallen werden, die jedoch normalerweise nicht ertragsrelevant sind.
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Aktuelle Viruskrankheiten

  • Chlorotischen Rübenvirus (Beet chlorosis polerovirus) BChV
  • Gurkenmosaic virus (Cucumber mosaic virus) CMV
  • Mildes Rübenvergilbungsvirus (Beet mild yellowing virus) BMYV
  • Nekrotische Rübenvergilbungsvirus (Beet yellows closterovirus) (BYV
  • Rübenmosaikvirus (Beet mosaic potyvirus) BtM
  • Rübenvergilbungsvirus (Beet yellow virus) BY.
  • Westliches Rüben Vergilbungsvirus (Beet western yellows virus) BWYV

Schadbild und Lebensweise

  • Es treten sehr unterschiedliche Schadbilder auf.
  • z.B. fleckige Vergilbungen an den Blättern.
  • Blattpartien könne absterben.
  • Missbildungen der Pflanzen.
  • Kümmerwuchs.
  • Je nach Art ist Übertragung durch verschiedene Insektenarten (z.B. Blattläuse) möglich.
  • Wichte Überträger sind u.a. Aphis-Arten, Myzus-Arten wie z.B. die Pfirsich Blattlaus.

Wirtspflanzen

  • Je nach Virus Art unterschiedlich.

Vorbeugemaßnahmen gegen Viruskrankheiten

  • Kein Anbau von Mangold neben Rüben und Rüben und Speise Bete Felder.
  • Nützlinge im Feld und der Gemarkung fördern.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Blattlaus Befall minimieren.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Bakterien Krankheitenn

An Mangold Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Pseudomonas Blattflecken (Pseudomonas syringae pv. aptata)

Datei:Beta vulgaris - Bacterial blight (Pseudomonas syringae pv. aptata)-Howard F. Schwartz, Colorado State University.jpg
Pseudomonas syringae pv. aptata an Beta vulgaris.
(Howard F. Schwartz, Colorado State University)

Eine Bakterienkrankheit, die insbesondere länger stehende Mangold Kulturen, bei entsprechenden Bedingungen, schädigen kann.

Synonym (laut EPPO)

  • Pseudomonas aptata.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen zunächst wassergetränkte, etwa 2-4 mm große Flecken.
  • Dann werden die Flecken größer und verfärben grau bis hellbraun.
  • Meistens haben die Flecken einen dunkleren, bräunlich bis schwarzen Rand.
  • Bei einem stärkeren Befall fließen die Flecken zusammen und ganze Blattabschnitte sterben ab.
  • Normalerweise können die Bakterien über die Spaltöffnungen in die Pflanzen eindringen.
  • Eine Erregerübertragung erfolgt Regen, Bewässerungsspritzer, kontaminierte Geräte und Maschinen.
  • Blattverletzungen durch Starkregen, Hagel oder Insektenfraß begünstigen den Befall enorm.
  • Regenperioden und feucht kühles Wetter begünstigen die Entwicklung der Bakterien Krankheit.
  • Bei Temperaturn von 3-35°C kann sich der Erreger entwickeln.
  • Temperaturen von 25-30°C gelten als optimal.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Beta vulgaris, Cucumis melo, Cucurbita, Triticum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Möglichst kein Anbau nach oder neben den Wirtspflanzen des Erregers.
  • Die Beikräuter Wirtspflanzen minimieren.
  • Die unterschiedliche Empfindlichkeit der Sorten nutzen.
  • Bei der Bewässerung die Blattnässezeiten minimieren.
  • Die Beregnung mit kontaminiertem Beregnungswasser vermeiden.
  • Eine gut wirksame Bekämpfung ist sehr schwierig.
  • Es sind keine Bakterizide zugelassen. (2023)

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Integrierter Anbau von Mangold: (PS-Info)
  • Aktuelle Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Mangold Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Alternaria Blattflecken (Alternaria Arten)

Datei:Beta vulgaris ssp. vulgaris - Alternaria brassicae - Dr. Parthasarathy Seethapathy.jpg
Alternaria brassica an Beta vulgaris ssp. vulgaris.
(Dr. Parthasarathy Seethapathy)
Datei:Alternaria alternata-5 copie.jpg
Alternaria alternata Konidien. (Abdul ghafour)
Datei:Alternaria brassicae.jpg
Alternaria brassicae Konidien. (Abdul ghafour)

Eine Blattfleckenkrankheit, die beim Anbau von Mangold zum Problem werden kann.

Aktuelle Arten

  • Alternaria alternata, Synonyme: Alternaria destruens und Alternaria tenuis.
  • Alternaria brassicae, Synonyme: Alternaria brassicae var. macrospora, Alternaria herculea, Macrosporium brassicae.

Synonyme Alternaria brassicae (laut Eppo)

  • Alternaria brassicae var. macrospora Alternaria herculea.
  • Macrosporium brassicae.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern entstehen rundliche graubraune bis schwärzlich braune Flecken.
  • Die Flecken haben oftmals einen Rand.
  • Bei einem starken Befall können ganze Blätter absterben.
  • Die Verbreitung der Krankheit erfolgt über Wind und Wasser.
  • Der Pilz an Pflanzenreste mehrere Jahre im Boden überdauern.
  • Die Krankheit kann mit einem Cercospora Befall verwechselt werden.

Wirtspflanzen bei Alternaria alternata (laut PestInfo )

  • Allium, Aloe, Amaranthus, Armoracia rusticana, Beta vulgaris, Brassica, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Carum carvi, Chenopodium, Cichorium, Citrullus, Coriandrum sativum, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Eruca, Glycine max, Helianthus annuus ,Hordeum vulgare, Ipomoea batatas, Mentha, Nicotiana tabacum, Ocimum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Sorghum, Spinacia oleracea, Thymus, Trifolium, Triticum, Vicia faba, Zea mays und viele andere Zierpflanzen usw.
  • Welche Bedeutung die Alternaria alternata Unterarten für den Befall der Arten haben ist noch unklar.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel.
  • Kein direkter Nachbau nach einer Wirtspflanze.
  • Bei der Bewässerung auf möglichst kurze Blattnässezeiten achten.
  • Bacillus amylolique-fasciens wird zur biologischen Regulierung angeboten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Bestandreste nach der Ernte möglichst bald einarbeiten und zur Verrottung bringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Blattflecken (Cercospora beticola)

Datei:Mangold Cercospora Blattflecken JS.jpg
Cercospora Befall an Mangold Blatt. (J.Schlaghecken)

Eine Pilzkrankheit, die Mangold Blätter stark schädigen kann. Besonders problematisch beim Anbau für den Frischmarkt, wenn Bundware angeboten werden soll.

Synonyme laut EPPO

  • Cercospora betae.
  • Cercospora spinacia.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern entstehen rundliche graubraun bis schwärzlich braune Flecken.
  • Die Flecken haben einen rötlichen Rand.
  • Teilweise fallen die befallenen Flecken heraus.
  • Bei einem starken Befall können ganze Blätter absterben.
  • Die Verbreitung der Krankheit erfolgt über Wind und Wasser.
  • Der Pilz kann an Pflanzenreste mehrere Jahre im Boden überdauern.
  • Bei günstigen feuchten Bedingungen dringen die Konidien über die Spaltöffnungen in die Pflanzen ein.

Wirtspflanzen

  • Amaranthus, Atriplex, Beta-Arten (mit Mangold, Rüben, Speise Bete), Chenopodium, Cycloma und Plantago Spinacia.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel zu Wirtspflanzen von 3 Jahre oder länger anstreben.
  • Möglichst kein Anbau neben Futter- und Zuckerrüben Felder.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Robuste / resistente Sorten bevorzugen.
  • Bei der Beregnung auf kurze Blattnässe Zeiten achten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Fungizide erwägen.


Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Versuchsergebnisse in Hortigate

Quellen

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Echter Mehltau (Erysiphe betae)

Erysiphe betae am linken Mangoldblatt. (J.Schlaghecken)

Echter Mehltau kann an Mangold zu Ertragsverluste führen. Es kommt schnell zu Qualitätsmängel.

Synonyme (nach EPPO)

  • Erysiphe communis f. sp. betae, Erysiphe polygoni, Erysiphe polygoni f. sp. betae.
  • Microsphaera betae.

Schadbild und Lebensweise

  • Die befallene Blattflächen werden von einem weißen Mycelgeflecht überzogen.
  • Befalls Beginn meist an den älteren Blättern.
  • Schadsymptome sowohl an der Blattoberseite als auch an der Blattunterseite.
  • In dem weißen Pilzgeflecht sieht man später (mit der Lupe) kleine, dunkle Sporenbehälter.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Blätter ab.
  • Temperaturen von 15-28°C und eine geringe Luftfeuchtigkeit fördern die Pilz Entwicklung.
  • Der Pilz kann sich durch Wind und Wasser verbreiten.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Beta vulgaris, Phaseolus, Pisum sativum, Syringa, Trifolium, Vigna

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau neben Futter- und Zuckerrüben.
  • Die bekannten Sorten sind unterschiedliche Anfälligkeit.
  • Widerstandsfähige Sorten bevorzugen.
  • Blattfeuchte Zeiten bei der Beregnung minimieren.
  • Bei Bedarf zugelassene Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Falscher Mehltau (Peronospora farinosa f. sp. betae)

Peronospora farinosa f.sp. betae. (Cesar Calderon, USDA)

Falscher Mehltau ist eine ernstzunehmende Pilzkrankheit, die Mangoldbestände schädigen kann.

Synonym

  • Peronospora betae, Peronospora schachtii.

Schadbild und Beschreibung

  • Bevorzugt werden die Herzblätter der Pflanzen befallen.
  • Befallene Blätter verkrüppeln und rollen sich ein.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Blätter ab.
  • An der Blattunterseite bildet sich gräulicher bis violetter Pilzrasen.
  • Bei einem frühen Befall entstehen Missbildungen an den Keimblättern.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 20° C fördern die Pilzentwickung
  • Befallens Pflanzenmaterial kann die Krankheit auf die Folgekultur übertragen.
  • Die sich auch bildenden Oosporen können lange im Boden überdauern.
  • Die Verbreitung des Pilzes erfolgt vor allem durch Wind und Regen.

Wirtspflanzen

  • Beta vulgaris, (Mangold, Futterrüben, Speise Bete, Zuckerrüben)

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Kein Mangold nach risikoreichen Wirtspflanzen anbauen.
  • Bei einem satzweisen Anbau möglichst eine größeren Abstand einhalten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Fungizide erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Grauschimmel Rasen (Rasbak)

Durch einen Botrytis Befall können Mangold Bestände geschädigt werden.

Synonyme

  • Botryotinia fuckeliana.
  • Sclerotinia fuckeliana.

Schadbild und Lebensweise

  • Keimlinge könne befallen werden und absterben.
  • An den befallenen Stellen bildet sich ein grauer Pilzrasen.
  • Der Pilz benötigt geschwächtes oder verletztes Pflanzengewebe.
  • Vor allem zu dicht stehenden Blättern in Bodennähe, die vergilben sind gefährdet.
  • Der Pilz überdauert an Ernterückstände und an vielen Wirtspflanzen.
  • Die Pilzsporen werden durch den Wind verbreitet.
  • Kühles Wetter und regnerische Perioden begünstigen die Pilzentwicklung.

Wirtspflanzen

  • Allium, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus, Helianthus, Lactuca, Lens, Phaseolus, Pisum, Rumex, Solanum, Solanum, Valerianella, Vicia und viel andere Arten.

Wirtspflanzen

  • Beta vulgaris ssp. (Mangold) und viele andere Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Zu enge Saat vermeiden.
  • Die Blattnässe der Pflanzen bzw. Blätter minimieren.
  • Lieber selten und intensiv als sehr häufig mit kleinen Mengen bewässern.
  • Befallene Bestandsreste nach Ernteende so bald möglich einarbeiten und zur Verrottung bringen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Zur biologischen Bekämpfung werden Bacillus-Präparate angeboten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Ramularia Blattflecken (Ramularia beticola)

Datei:Mangold Ramularia Blattflecken JS.jpg
Ramularia an einem Mangold Blatt. (J.Schlaghecken)

Ein starker Befall kann beim Anbau von Mangold relativ schnell zu Qualitätsverlusten kommen.

Synonym (laut EPPO)

  • Ramularia betae

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern entstehen rundliche, braune Flecken mit etwa 5-10 mm Durchmesser.
  • Bei einem stärkeren Befall können ganz Blätter absterben.
  • Je nach Region ist ab Juli mit einem Befall zu rechnen.
  • Bei ausreichend hoher Luftfeuchte bilden sich auf den Befalls Flecken ein weißlicher Sporenrasen.
  • Stark befallenes Gewebe zerbröselt und fällt mit der Zeit aus.
  • Trotz starkem Befall an den älteren Blättern bilden sich neue gesunde Blätter.
  • Der Pilz überdauert an befallenen Blättern.
  • Eine Verwechselung ist mit einem Cercospora- oder Phoma-Befall möglich.

Wirtspflanzen

  • Beta vulgaris

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Anbau nach einem Wirtspflanzenanbau.
  • Kein Anbau neben Speis Bete sowie Futter- und Zuckerrüben Bestände.
  • Wenn möglich, weniger empfindliche Sorten wählen.
  • Bei der Beregnung die Blattnässezeiten minimieren.
  • Bestandsreste von befallenen Beständen so bald möglich einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sclerotinia Fäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Weißes Mycel, schwarze Sklerotien. (J.Schlaghecken)

Eine Pilzkrankheit, die insbesondere bei ungünstigen Fruchtfolgen bei der Knollenproduktion schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Pilz befällt Pflanzen.
  • Befallene Pflanzenpartien sterben ab.
  • Es entsteht ein weißliche Pilzmyzel und später auch die schwarzen Sklerotien.
  • Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium, Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viel andere.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Fruchtwechsel.
  • Befallsfreie Parzellen wählen.
  • Befallene Bestandreste nach Ernteente, sobald möglich, einarbeiten und zum Verrotten bringen.
  • Eine biologische Bekämpfung mit Coniothyrium minitans ist möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

An Speise Bete Bestände können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Aphis fabae u. andere)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Mangoldblatt mit parasitierten und schon abgestorbenen Blattläusen (Downtowngal)

Bei einem stärkeren Blattlausbefall kann es beim Anbau von Mangold kann zu Qualitätsproblemen und Ertragsausfällen kommen. Neben der Schwarzen Bohnenblattlaus können auch noch andere Arten auftreten.

Wichtige Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus).
  • Aulacorthum solani (Grünfleckige Kartoffelblattlaus).
  • Macrosiphum euphorbiae (Grünstreifige Kartoffelblattlaus).
  • Myzus persicae (Grüne Pfirsichblattlaus).

Schadbild und Lebensweise von Aphis fabae

  • Die schwarzen Blattläuse findet man vor allem an den Blattunterseiten.
  • Blattware mit Läusebesatz wird bei der Frischmarktbelieferung schnell problematisch.
  • Die flügellosen, erwachsene Blattläuse sind 2-3 mm groß.
  • Die Schwarze Bohnenlaus überträgt Pflanzenviren, wie z. B. Rübengelbvirus oder Rübenmosaikvirus.
  • Erwachsene Schwarze Bohnenläuse legen ihre Überwinterungseier an Gehölz wie z.B. Euonymus, Viburnum oder Philadelphus.
  • Im Frühjahr schlüpfen aus den Eiern Blattläuse. Die sich später entwickelnden, geflügelten Exemplare besiedeln u.a. auch unsere Bohnenbestände.
  • Die Schwarzen Bohnenläuse auf den Mangold Pflanzen vermehren sich vor allem parthenogenetisch und gebären auch lebende Nymphen.
  • Pro Saison gibt es viele Generationen.
  • Mit zunehmendem Blattlausbefall siedeln sich meist Nützlings Arten wie Florfliegen, Gallmücken, Marienkäfer, Raubwanzen, Schlupfwespen oder Schwebfliegen an.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Apium graveolens, Beta vulgaris, Capsicum, Citrullus, Cucumis melo, Cucurbita, Daucus carota, Fragaria, Glycine max, Helianthus annuus, Phaseolus, Pisum sativum, Solanum lycopersicum, melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Triticum, Vicia faba, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nützlings Forderung im Feld, Betrieb und Gemarkung.
  • Möglichst keine Winterwirte-Gehölze in der Nähe.
  • Mindestens wöchentlich die Bestände auf einen Befall kontrollieren.
  • Bei der Bestandskontrolle auch den Nützlings Besatz bestimmen und einschätzen.
  • Wenn ein Insektizid Einsatz nötig, dann möglichst weit vor dem voraussichtlichen Erntetermin einsetzten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Blattlausmittel erwägen.
  • Bei Insektizid Spritzungen darauf achten, dass auch die Herzblätter gut benetzt erden.
  • Nützlingsschonende Mittel bevorzugen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Erdraupen (Agrotis ssp.)

Datei:Agrotis ipsilon aardrups (6).jpg
Erdraupe (Larve des Ypsilon Eulenfalter. (Rasbak)

Erdraupen können vor allem junge Mangold Direktsaat Bestände schädigen.

Wichtige Arten

  • Agrotis segetum (Saateule).
  • Agrotis ipsilon (Ypsiloneule).
  • Agrotis exclamationis (Ausrufezeichen).

Schadbilder und Lebensweise

  • Erdraupen sind bodenbewohnende Raupen verschiedener Eulenfalterarten.
  • Die Falter legen ihre Eier in Bodennähe auf Pflanzen ab.
  • Die Eulen fliegen ab Ende April, die Erdraupen erscheinen ab Juni.
  • Die älteren Raupen leben vorwiegend im Boden und fressen bzw. schädigen Gemüsepflanzen.
  • Einige Arten bilden mehrere Generationen pro Jahr.
  • Teilweise überwintern die Raupen und verpuppen sich erst im Folgejahr.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist kaum möglich.
  • Kalkstickstoffeinsatz kann nur begrenzt helfen da die Erdraupen z.T. in größeren Bodentiefen leben.
  • Eine feinkrümelige Bodenbearbeiten kann Erdraupen schaden.
  • Es sind keine Insektizide zur Bekämpfung zugelassen. (2023)
  • Natürliche Feinde sind u.a. die Nematoden Art Steinernema carpocapsae.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Nematoden (Heterodera, Meloidogyne und andere)

Datei:Mangold Nematoden Befall-1-Josef Schlaghecken.jpg
Nematoden Befall an Mangold. (Josef Schlaghecken)

Verschiedene Nematoden Arten können auch Mangold Bestände schädigen. Zu größeren Ausfällen durch Nematoden kommt es jedoch eher selten.

Aktuelle Arten

  • Gelbes Rübenzystenälchen: Heterodera trifolii f.sp. betae.
  • Rübenzystenälchen: Heterodera schachtii.
  • Stängelälchen: Ditylenchus dipsaci.
  • Wurzelgallenälchen: Meloidogyne hapla
  • Wurzelgallenälchen: Meloidogyne naasi.

Schadbild und Lebensweise von Heterodera schachtii

  • Es entstehen Wuchshemmungen, die oftmals Nester artig auftreten.
  • Insbesondere bei höheren Temperaturen und sonnigen Tagen können die Pflanzen welken.
  • Die älteren Blätter vergilben.
  • Bei einem Heterodera-Befall bilden sich kleine, etwa 1 mm große Zysten an den Wurzeln.
  • Heterodera schachtii ist zweigeschlechtlich.
  • Die beiden Geschlechter haben unterschiedliche Gestalt.
  • Während die Männchen wurmförmig sind, bilden die Weibchen eine zitronenförmige Gestalt und weisen eine Länge von 0,8 mm auf.

Wirtspflanzen Heterodera schachtii

  • Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica oleracea, Raphanus sativus, Rheum, Spinacia oleracea, Solanum tuberosum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel mit Nicht-Wirtspflanzen.
  • Ein Anbau von resistenten Ölrettich-Sorten soll den Befalls Druck mindern.
  • Biofumigation kann helfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Pflanzenschutz Mittel sind nicht zugelassen.

Quellen

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Raupen (Autographa, Scrobipalpa u.a.)

Gammaeulen Raupe neben ihrem Lochfraß.
(JochenKreiselmaier)

Die Larven verschiedener Falter können durch ihren Fraß Mangold Pflanzen schädigen.

Aktuelle Arten

  • Gammaeulen (Autographa gamma)
  • Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella)

Schadbild und Lebensweise

  • Verschiedene Falter legen ihre Eier am Laub den Speise Bete Pflanzen ab.
  • Die schlüpfenden Raupen ernähren sich vom Laub der Mangold Pflanzen.
  • Es entsteht ein Lochfraß, bis zur Vernichtung ganzer Blattpartien.
  • Bei der Gammaeule ist vor allem im Juni/Juli und September mit einem Befall ist zu rechnen.
  • Die Gamma Eulen Raupen sind grau grün.
  • Bei einem starken Raupenvorkommen kann es, vor allem bei Blattmangold, zu Ausfällen kommen.

Wirtspflanzen der Gammaeule (laut PestInfo)

  • Beta vulgaris, Brassica oleracea, Cannabis sativa, Humulus lupulus, Lactuca, Spinacia oleracea, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es sind keine besonderen Vorbeugemaßnahmen nötig.
  • Eine wöchentliche Bestandskontrolle ist empfehlenswert.
  • Wenn möglich, den regionalen Warndienst nutzen.
  • Wenn nötig, zugelassene Insektizide einsetzen.
  • Nützlingsschonende Insektizide bevorzugen.
  • Zur biologischen Bekämpfung werden Bacillus thuringiensis Mittel angeboten.
  • Die Insektizide wirken am besten im Jugendstadium der Raupen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rübenerdfloh (Chaetocnema concinna)

Datei:Beta vulgaris Rübenerdfloh-Chaetocnema-3-Josef Schlaghecken.jpg
Rübenerdfloh mit Fraßschaden an Beta vulgaris Blatt.
(Josef Schlaghecken)

Der Rübenerdfloh, auch Nordeuropäischer Rübenerdfloh, Hopfenerdfloh oder Rhabarbererdfloh genannt, kann Mangold Bestände schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Keimlingen zeigt sich ein Nage- oder Lochfraß.
  • An der Blattoberseite entstehen zunächst, rundliche, vertiefte Fraß Stellen.
  • Schon bald ergibt sich ein Lochfraß.
  • Bei einem sehr starken Befall können ganze Blätter siebartig durchlöchert werden.
  • Bei noch wachsenden Blättern können sich Löcher dabei vergrößern.
  • Mit Schäden durch den Käferfraß ist etwa Ende Juni zu rechnen.
  • Keimlinge und Jungpflanzen bis zum 6-Blattstadium sind gefährdet.
  • Das Schadbild kann mit dem der Moosknopfkäfer verwechselt werden.
  • Der Käfer überwintert an Waldränder und erscheint etwa im April.
  • Die Eier legt er am Boden ab.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Beta vulgaris, Eruca, Triticum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Ein möglichst optimales Saatbeet bereitstellen.
  • Für ein zügiges Auflaufen und weiterwachsen sorgen.
  • Be Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rübenfliege (Pegomya hyoscyami)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Rübenfliegen Made in einem Mangold Blatt. (Babahu)

Die Maden der Rübenfliegen schädigen Mangold Blätter. Das Erntegut wird dadurch schnell unverkäuflich.

Synonyme (laut EPPO)

  • Anthomyia betae, Anthomyia conformis.
  • Pegomya betae, Pegomya spinaciae.

Schadbild und Lebensweise

  • Die 6-8 mm lange Maden fressen sich durch die Blätter und erzeugen so helle Miniergänge.
  • Bei einem starken Befall können so ganze Blätter absterben.
  • Werden schon die jungen Pflanzen stärker befallen, so können sie absterben.
  • Mangold Blätter werden durch einen Befall schnell unverkäuflich.
  • Die Fliegen sind 5-6 mm groß und haben rote Augen.
  • Je nach Region erscheinen die Fliegen etwa ab Ende April.
  • Die etwa 0,8 mm großen, weißlichen Eier werden vor allen an den Blattunterseiten abgelegt.
  • Etwa nach 4-10 Tage schlüpfen die Maden.
  • Nach etwa 3 Wochen erfolgt die Verwandlung im Boden in rotbraunen Puppen.
  • Etwa im Juli/Aug. erscheint die zweite Generation.
  • Pro Jahr maximal sind drei Generationen möglich.
  • Die Rübenfliegen gehören zu der Gruppe der Blumenfliegen.

Wirtspflanzen

  • Beta-Arten, Spinacia oleracea

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau auf Parzellen mit Puppen Vorkommen.
  • Kein Anbau neben im Vorjahr befallenen Parzellen.
  • Sehr frühe Saaten und Pflanzungen, insbesondere auch mit Vliesbedeckung bleiben Befalls frei.
  • Fliegenschutznetze schützen nur gut, wenn sie nicht großflächig Kontakt zu den Mangold Blättern haben.
  • Bestände regelmäßig auf das Vorkommen der Fliegen kontrollieren
  • Bei starkem Befall den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist kaum noch möglich, wenn die Larven sich in den Blättern befinden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schnecken (Arion, Derocera u.a.)

Schneckenfraß an Beta vulgaris Pflanze. (J.Schlaghecken)

Schnecken können bei entsprechenden Bedingungen in Einzelfällen großen Schaden anrichten.

Wichtig Schneckenarten

  • Genetzte Ackerschnecke (Derocera reticulatum).
  • Graue Ackerschnecke (Decoceras agreste).
  • Gartenwegschnecke (Arion hortensis).

Schadbild und Lebensweise

  • Schnecken schädigen durch Fraß an den Blättern.
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Gefährdet sind vor allem junge Mangoldbestände neben Grasraine, Gräben, Hecken usw.
  • Zur Befalls Kontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. abends um 11 Uhr, geeignet.
  • Je nach Art legen Schnecken einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. sieinnerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Feldauswahl prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei der Saat oder Pflanzung einen Schutzstreifen neben Gräben usw. frei lassen.
  • Bei Zuwanderungsrisiko, sofort nach der Pflanzung Schneckenkorn z.B. am Feldrand ausbringen.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen, sondern immer nur in den Reihen ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Weitere Schädlinge

  • Drahtwürmer (Schnellkäferlarven, Familie Elateridae)
  • Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae)
  • Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus)
  • Wanzen (Verschiedene Arten)

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Immer aktuallisierte Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Mangold

Hortigate: Pflanzenschutzempfehlungen Rheinland-Pfalz – Mangold DLR

Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Logo PS Info.jpg


In der Online Pflanzenschutz-Mittel Datenbank kann man jederzeit herausfinden welche Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Mangold eingesetzt werden dürfen. Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Versuchsberichte zu "Mangold" in Hortigate

Hortigate Logo.jpg


Autoren und Mitwirkende

Datei:Forscher im Feld.jpg
Forschen für eine erfolgreiche Lebensmittel Produktion. G. Brändle.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Koch Ingeborg, Dr. Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Krauthausen Hermann-Josef, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst, Wetzlar.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.

Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Schlaghecken Josef (2018): Rund um das Saatgut: Mangold. In: Zeitschrift "Gemüse". 54. Nr. 2. Seite 51-52. 
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4


Quellen Online

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