Knollenfenchel Pflanzenschutz

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Datei:Knollenfenchel Sclerotinia-1-DLR-J-Kreiselmaier.jpg
Starker Sclerotinia Befall an Knollenfenchel Pflanze.
(Jochen Kreiselmaier, DLR-Rheinpfalz in Neustadt/Wstr.)
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Typischer Sporenbelag von Cercosporidium punctum an einem Knollenfenchel Stängel.
(Jochen Kreiselmaier, DLR-Rheinpfalz in Neustadt/Wstr.)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Knollenfenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum) können verschiedene Krankheiten, Schädlinge und Anbauprobleme auftreten. Diese genau zu kennen und vorbeugende Überlegungen anzustellen sowie entsprechende Maßnahmen frühzeitig vorzubereiten ist dringend anzuraten. Anregungen dazu gibt es bei den folgenden Einzelthemen.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Knollenfenchel Anbauplanung

  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Parzellen mit einer starken Belastung an bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen meiden.
  • Kein Anbau auf Parzellen mit größeren Bodensenken.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Knollenfenchel Erwerbsanbau
  • Die Möglichkeiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmittel im Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau] überprüfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Fruchtwechsel

  • Die engsten Verwanden Gemüsearten aus der Familie der Doldenblütler werden vielfach von den gleichen Krankheiten und Schädlingen befallen.
  • Ein weiter Fruchtwechsel zu diesen Arten ist bes. wichtig.

Quellen

Sortenwahl

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Nichtparasitäre Ursachen

An Knollenfenchel Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Braune Ränder an den Knollen (Tipburn)

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Braune Ränder an einer Knollenfenchel Knolle.
(Josef Schlaghecken)

Durch einen Calziummangel und ungünstigen Bedingungen kann es beim Anbau von Knollenfenchel zu braunen Rändern an den Knollen-Blättern kommen.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Knollenblätter bekommen braunen Rändern.
  • Der braune Rand ist nur wenige mm breit.
  • Besonders gegen Ende der Kultur auftretend.
  • Die Vermarktung der Knollen wird schon bald sehr erschwert bzw. unmöglich.
  • Im Randgewebe der Knollenblätter entsteht ein Calciummangel, so dass, das Pflanzengewebe abstirbt.
  • Diese physiologische Störung entsteht, ähnlich wie beim "Tipburn" an Salat oder der "Stippe" an empfindlichen Apfelsorten.
  • Meistens ist genügend Calcium im Boden, es gelangt jedoch nicht in ausreichendem Maße in die Blattrandpartien.
  • Problemfördernd sind vor allem: Wassermangel, kleines Wurzelwerk, zu viel Stickstoff und evtl. auch empfindliche Sorten.
  • Ein ähnliches Schadbild entsteht durch eine starken Thrips Befall.

Pflanzenarten mit ähnlichen Problemen

  • Äpfel, Blumenkohl, Chinakohl, Endivien, Frisée, Paprika, Radicchio, Salate, Tomaten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine ausreichende Bodenfeuchte sicherstellen.
  • Insbesondere in den letzten 2 Wochen vor der Ernte Trockenstress vermeiden.
  • Sofern möglich, ein möglichst großes, tiefgehendes Wurzelwerk anstreben.
  • Eine Überversorgung an Stickstoff vermeiden.
  • Vorsicht bei einem Nachbau nach Kulturen mit sehr großen N-Resten wie z.B. Blumenkohl oder Chinakohl.
  • Zur Stickstoffdüngung die Nmin-Bodenvorräte im Wurzelbereich messen und anrechnen.

Quellen

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Schosser (Zu frühe Blüte)

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Totalausfall durch Frühblüher bei Knollenfenchel.
(Josef Schlaghecken)

Knollenfenchel Bestände können, bei entsprechenden Bedingungen, schon vor der Ernte mit der Blütenbildung beginnen und werden damit unverkäuflich.

Schadbild und Lebensweise

  • Zu Beginn verformen sich die Knollen oval in die Höhe.
  • Schon bald zeigt sich ein nach oben aus der Knolle wachsender Blütenstand.
  • Der Schoßreiz bei Knollenfenchel wird durch Langtagbedingungen ausgelöst.
  • Trockenstress kann einen vorzeiten Blühbeginn befördern.
  • Überständige und vernachlässigte Jungpflanzen erhöhen das Schosser Risiko.
  • Die bekannten Sorten sind unterschiedlich schoßempfindlich.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Im Sommeranbau schossfestere Sorten wählen.
  • Beim Einsatz von Jungpflanzen den Pflanzstress minimieren.
  • Im Feld ein zügiges, gleichmäßiges Wachstum anstreben.
  • Trockenstress vermeiden.

Quelle

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Bakterien Krankheiten

An Knollenfenchel Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Bakterien Weichfäule (Pectobacterium carotovorum)

Pectobacterium carotovorum Befall an Knollenfenchel. (Christiane Jeymann und Manfred Heck, LRA Konstanz).
Datei:Erwinia an Knollenfenchel--Christiane Jeymann und Manfred Heck-1.jpg
Pectobacterium carotovorum Befall an Knollenfenchel Laub. (Christiane Jeymann und Manfred Heck, LRA Konstanz).

Knollenfenchel kann von einer bakteriellen Weichfäule befallen und geschädigt werden.

Synonyme (laut EPPO)

  • Bacterium carotovorum.
  • Erwinia aroideae, Erwinia betivora, Erwinia carotovora, Erwinia carotovora subsp. aroideae, Erwinia carotovora subsp. carotovora, Erwinia dahliae, Erwinia melonis.
  • Pectobacterium aroideae, Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum, Pectobacterium phytophthorum.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Bakterium befällt die Blätter und Knollen der Knollenfenchel Pflanzen.
  • Das Gewebe wird weich und matschig
  • Mit zunehmendem Befall welken dann die Pflanzen.
  • Nach einer Infektion und vorteilhaften Bedingungen entwickelt sich die Krankheit rasend schnell.
  • Das Bakterium bildet Enzyme, die das Pektin der Zellwände auflöst und zu einer Zersetzung des Gewebes führt.
  • Schlussendlich verflüssigt sich das Gewebe und nur die Gefäßfasern bleiben übrig.
  • Das Bakterium kann über Verletzungen der Stängel und Früchte in das Gewebe eindringen.
  • Der Fruchtbefall erfolgt oft über die absterbenden Blüten.
  • Bei einem Fruchtbefall entwickelt sich schnell eine Nassfäule.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen im Bereich von 25-30°C begünstigen die Entwicklung der Fäulnis.
  • Die Bakterien sind stäbchenförmig.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium gravolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Lactuca, Nicotiana tabacum, Petroselinum crispum, Raphanus sativus, Rheum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Zingiber und viel andere außerhalb des Gemüsebereichs.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kranke Pflanzen entfernen und entsorgen.
  • Pflanzenverletzungen durch Raupen usw. minimieren.
  • Blattnässezeiten durch Beregnung minimieren.
  • Tropfbewässerung erschein vorteilhaft.
  • Vorsicht vor einer Übertragung durch Erntearbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Pseudomonas Blattflecken (Pseudomonas syringae pv. apii)

Datei:Knollenfenchel Pseudomonas-1--Schlaghecken-J.jpg
Pseudomonas Befall an Knollenfenchel.
(Josef Schlaghecken)

Eine Bakterienkrankheit, die Knollenfenchel Bestände schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen schwarze Flecken an Blätter, Stängel und Knollen.
  • Meistens haben die Flecken einen dunkleren Rand.
  • Bei einem stärkeren Befall fließen die Flecken zusammen und ganze Blattabschnitte sterben ab.
  • Normalerweise können die Bakterien über die Spaltöffnungen in die Pflanzen eindringen.
  • Eine Erregerübertragung erfolgt Regen, Bewässerungsspritzer, kontaminierte Geräte und Maschinen.
  • Blattverletzungen durch Starkregen, Hagel oder Insektenfraß begünstigen den Befall enorm.
  • Regenperioden und feucht kühles Wetter begünstigen die Entwicklung der Bakterien Krankheit.
  • Bei Temperaturn von 3-35°C kann sich der Erreger entwickeln.
  • Temperaturen von 25-30°C gelten als optimal.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Beta vulgaris, Cucumis melo, Cucurbita, Foeniculum vulgare, Triticum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Möglichst kein Anbau nach oder neben den Wirtspflanzen des Erregers.
  • Die Beikräuter Wirtspflanzen minimieren.
  • Die unterschiedliche Empfindlichkeit der Sorten nutzen.
  • Bei der Bewässerung die Blattnässezeiten minimieren.
  • Die Beregnung mit kontaminiertem Beregnungswasser vermeiden.
  • Eine gut wirksame Bekämpfung ist schwierig.
  • Eine direkte Bekämpfung ist kaum möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Knollenfenchel Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zu einem m Gesamtausfall führen können.
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Alternaria Blattflecken (Alternaria dauci)

Alternaria Befall an der verwandten Möhre.
(Joachim Ziegler, DLR-Rheinpfalz, Neustadt/Wstr.)

Gefährliche Pilzkrankheit, die vor allem das Laub des Knollenfenchels befällt und vernichten kann.

Wichtige Arten

  • Alternaria alternata.
  • Alternaria dauci.
  • Alternaria petroselini.

Synonyme von Alternaria dauci

  • Alternaria brassicae var. dauci, Alternaria carotae, Alternaria porri f. sp. dauci, Macrosporium carotae, Macrosporium dauci.

Schadbild und Lebensweise

  • Beim Befall entstehen kleine gelbbraune Flecken mit gelbem Rand am Knollenfenchel Laub.
  • Später wird das ganze Laub befallen.
  • Der Befall beginnt meist nesterweise.
  • Der Pilz liebt kühle und feuchte Bedingungen.
  • Deshalb beginnt der Befall oft in Regner Nähe.
  • Gegen Kulturende erhöht sich das Befallsrisiko.
  • Besonders der frühe Befall kann großen Schaden anrichten.
  • Feldbedeckungen mit Folie, Vliese und Schutznetze können einen Befall begünstigen.
  • Die Sporen können sich durch die Luft oder durch Regen verbreitet werden.
  • Der Pilz kann an befallene Pflanzenreste überdauern.
  • Pflanzen der Wilden Möhren können den Pilz übertragen.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.
  • Der Pilz kann mit dem Saatgut übertragen werden.
  • Vorteilhaft ist, das das Knollenfenchel Laub nicht vermarktet wird.

Wirtspflanzen Alternaria dauci

  • Cichorium, Coriandrum sativum, Daucus carota, Foeniculum vulgare, Raphanus sativus

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel, mindestens drei Jahre Anbaupause.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Saatgutbehandlung erwägen.
  • Robustere (resistente) Sorten verwenden.
  • Fortlaufende Bestandkontrollen, vor allem in Regnernähe.
  • Blattnässeperioden minimieren.
  • Für die Knollenfenchel Lagerung nur befallsfreie Ware nehmen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Blattfleckenkrankheit (Cercosporidium punctum)

Datei:Knollenfenchel Cercospora-DLR-JK-1.jpg
Cercosporidium punctum an Knollenfenchel Pflanze.
(Jochen Kreiselmaier, DLR-Rheinpfalz, Neustadt/Wstr.)
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Typischer Sporenbelag von Cercosporidium punctum an einem Knollenfenchel Stängen. (Jochen Kreiselmaier)

Synonyme (laut EPPO)

  • Azosma punctum.
  • Cercospora anethi, Cercospora foeniculi, Cercospora petroselini, Cercosporidium punctum.
  • Mycosphaerella anethi.
  • Passalora puncta, Passalora punctum.
  • Ramularia foeniculi.
  • Sphaeria anethi.

Schadbild und Lebensweise

  • Zu Beginn zeigen sich fahle, leicht eingesunkene Flecken, sowohl auf den nadelförmigen Blättchen der gefiederten Laubblätter als auch auf Stängelteilen.
  • Auf dem befallenen Gewebe bildete sich schnell der, für diesen Pilz typische, Sporenbelag, der mit bloßem Auge fast wie Falscher Mehltau z.B. auf einer Zwiebelschlotte aussieht.
  • Im weiteren Verlauf breitete sich der Befall an der Fenchelpflanze nach unten aus und führte zu einer intensiven, dunklen, olivbraunen Verfärbung der betroffenen Triebe.
  • Je nach Befalls Stärke der oberen Triebteile vergilben durch die fehlende Assimilation auch der fleischig verdickte Blattgrund der äußeren Zwiebelschuppen.
  • Dieser musste mit einem erhöhten Putzaufwand entfernt werden. Dadurch verminderte sich die Größe der marktfähigen "Knollen" z.T. erheblich.
  • Feuchte Witterung fördert die Ausbreitung der Pilzkrankheit.

Wirtspflanzen

  • Foeniculum vulgare.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Sehr enge Bestandsdichten vermeiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Knollen Schwärze (Ochraceocephala foeniculi)

Eine neuere Pilzkrankheit, die 2017 zum erstenmal in Italien identifiziert wurde und schon größeren Schaden angerichtet hat.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Knollenfenchel Knollen bilden sich schwärzliche Partien.
  • Befallen werden der Wurzelhals, die Stängel sowie die Knolle.
  • Der Pilz hat sich bei Temperartren um die 20°C gut entwickelt.
  • Die Sorten sind unterschiedlich stark anfällig sind.
  • Die Sorten Narciso, Apollo und Pompeo waren in Italien anfälliger als Aurelio, Archimede und Pegaso.

Wirtspflanzen

  • Foeniculum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Weniger anfällige Sorten bevorzugen.
  • Befallsfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Bei der Bewässerung die Blattnässe Zeiten minimieren
  • Befallene Bestandreste alsbald zur Verrottung bringen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Phytophthora-Fäule (Phytophthora syringae)

Phytophthora syringae kann Knollenfenchel Bestände befallen und schädigen.

Synonym (laut EPPO)

  • Phloeophthora syringae.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen braune Flecken und Nekrosen, vor allen an den Stängeln.
  • Die Stängel usw. schnüren ein.
  • Die Blätter oberhalb eines Befalls knicken ab.
  • Feuchtwarmes Klima begünstigt die Pilzentwicklung
  • Die Pilzkrankheit entwickelt sich bei Temperaturen von 5 bis etwa 23°C.
  • Temperaturen im Bereich von 15-20°C fördern die Pilzentwickung.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Arbutus, Cedar, Citrus, Fagus, Foeniculum vulgare, Prosopis, Pyracantha, Prunus dulci, Prunus persica, Pyrus, Rhododendron, Quercus

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sclerotinia Fäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Datei:Knollenfenchel Sclerotinia-1-DLR-J-Kreiselmaier.jpg
Starker Sclerotinia Befall an Knollenfenchel.
(Jochen Kreiselmaier, DLR-Rheinpfalz)

Eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die insbesondere bei stark belasteten Böden, großen Schaden anrichten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Pilz befällt vor allen den Strunk und zerstört ihn.
  • Befallene Pflanzen erkennt man daran, dass sie welken.
  • In Bodennähe verfärbt sich die Pflanzenbasis bräunlich.
  • Hebt man die Pflanze ab, so sieht man ein weißliche Pilzmyzel.
  • Nach ein paar Wochen bildet der Pilz seine Dauersporen, die Sclerotien.
  • Neupflanzungen können vom Boden über vorhandene Sklerotien befallen werden.
  • Knollenfenchel Pflanzen sind relativ anfällig gegenüber einem Sclerotinia Befall.
  • Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.
  • Direktsaat Kulturen sind eher gefährdet als Pflanzkulturen.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Foeniculum vulgare, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium , Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viel andere.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Befallsfreie Parzellen wählen.
  • Fruchtwechsel mit Nichtwirtspflanzen.
  • Ein Anbau im Wechsel mit Getreide erscheint vorteilhaft.
  • Tropfbewässerung oder möglichst kurze Pflanzenbefeuchtung bei der Bewässerung helfen.
  • Befallene Bestände sobald möglich beenden, so dass nicht unnötig viele Sklerotien gebildet werden.
  • Eine biologische Bekämpfung ist mit mit Coniothyrium minitans(z.B. Contans WG) möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

An Knollenfenchel Bestände können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Aphis, Cavariella u.a)

Datei:Fenchel (Foeniculum vulgare) mit Blattläuse und Marienkäfer Larve-1-Josef Schlaghecken.jpg
Blattläuse an Fenchel mit einer Marienkäfer Larve.
(Josef Schlaghecken)

Blattläuse können insbesondere junge Knollenfenchel Bestände schädigen. Ein Befall gegen Kulturende ist kaum schädlich, da ja das Laub nicht mit vermarktet wird.

Wichtige Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus).
  • Cavariella aegopodii (Gierschblattlaus).

Schadbild und Lebensweise von Aphis fabae

  • Die flügellosen, erwachsene Blattläuse sind 2-3 mm groß.
  • Durch die Saugtätigkeit der Blattläuse rollen sich die Knollenfenchel Blätter ein.
  • Bei einem stärkeren Befall stellen die Knollenfenchel Sämtliche ihr Wachstum ein und verkrüppeln.
  • Starke Ertragseinbußen sind nur bei einem sehr frühen Befall, z.B. bei einer Direktsaat bekannt.
  • Die Schwarze Bohnenlaus überträgt Pflanzenviren, wie z. B. Rübengelbvirus, Rübenmosaikvirus oder Bohnengelbmosaikvirus.
  • Die übertragenen Viruserkrankungen können die Pflanzen noch stärker schädigen als die Blattläuse mit ihrer Saugtätigkeit.
  • Erwachsene Schwarze Bohnenläuse legen ihre Überwinterungseier an Gehölz wie z.B. Euonymus, Viburnum oder Philadelphus.
  • Im Frühjahr schlüpfen aus den Eiern Blattläuse. Die sich später entwickelnden, geflügelten Exemplare besiedeln u.a. auch unsere Bohnenbestände.
  • Die Schwarzen Bohnenläuse auf den Bohnenpflanzen vermehren sich vor allem parthenogenetisch und gebären auch lebende Nymphen.
  • Pro Saison gibt es viele Generationen.
  • Mit zunehmendem Blattlausbefall siedeln sich meist Nützlingsarten wie Gallmücken, Marienkäfer, Raubwanzen, Schlupfwespen oder Schwebfliegen an.

Wirtspflanzen Schwarze Bohnenlaus

  • Apium graveolens, Beta vulgaris, Capsicum, Citrullus, Cucumis melo, Cucurbita, Daucus carota, Fragaria, Glycine max, Helianthus annuus, Phaseolus, Pisum sativum, Solanum lycopersicum, melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Triticum, Vicia faba, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nützlingsförderung in Betrieb und Gewanne.
  • Möglichst keine Winterwirte-Gehölze in der Nähe.
  • Im Jugendstadium wöchentlich die Bestände auf eine Befall kontrollieren.
  • Bei der Bestandskontrolle auch den Nützlingsbesatz bestimmen und einschätzen.
  • Wenn ein Insektizideinsatz nötig, dann möglichst weit vor dem voraussichtlichen Erntetermin einsetzten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Eine Bekämpfung ist nur bei einem massiven Auftreten in einem sehr jungen Knollenfenchel Stadium sinnvoll.
  • Nützlingsschonende Mittel bevorzugen.

Videos

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Drahtwürmer (Elateridae)

Drahtwürmer können in Knollenfenchel Bestände einen Schaden angerichtet.

Wichtige Arten

  • Agriotes obscurus, Agriotes lineatus, Agriotes ustulatus.
  • Athous hirtus.

Schadbilder und Lebensweise

  • Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer.
  • Der Name Schnellkäfer beschreibt die Möglichkeit der Käfer aus der Rückenlage in die Luft zu schnellen.
  • Die gelb-orange Larve (Drahtwurm) besitzt drei Beinpaare und hat ein gut chitinisiertes Außenskelett.
  • Die Schnellkäfer Larven schädigen Pastinaken Bestände in dem sie die jungen Keimlinge oder auch später die Rüben anfressen und so zerstören.
  • Zieht man eine so welkende Pflanze aus dem Boden findet man meist einen Drahtwurm.
  • Schnellkäfer haben einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus.
  • Ihr üblicher Lebensbereich ist das Grünland.

Wirtspflanzen

  • Agriotes obscurus, lineatus und ustulatus und Athous hirtus sind wichtige Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit Drahtwurmbesatz für den Anbau von gefährdeten Gemüsearten wie Knollenfenchel meiden.
  • Bei unklarem Befallsverdacht mit Köder (z.B. Kartoffeln) den Besatz ermitteln.
  • Mehrfache, feinkrümelige Bodenbearbeitung kann die trockenheitsempfindlichen Eier und Larven schädigen bzw. auch zerstören.
  • Prüfen ob eine wirksame und zugelassene Saatgutbeizung zur Verfügung steht.
  • Derzeit (2024) keine Pflanzenschutzmittel in PS-Info aufgeführt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Erdraupen (Agrotis ssp.)

Datei:Agrotis ipsilon (black cutworm), side 2014-06-04-19.42.51 ZS PMax (15752867389).jpg
Agrotis ipsilon Raupe (USGS Lab, Beltsville, Maryland, USA)

Erdraupen können insbesondere neue gepflanzte Knollenfenchel Bestände kurz nach der Auspflanzen schädigen.

Schadbilder und Lebensweise

  • Erdraupen sind bodenbewohnende, nachtaktive Raupen.
  • Erdraupen sind die Larven verschiedener Eulenfalterarten.
  • Wichtige Arten sind: Agrotis segetum (Saateule), Agrotis ipsilon (Ypsiloneule) und (Agrotis exclamationis (Ausrufezeichen).
  • Die Falter-Falter legen ihre Eier in Bodennähe auf Pflanzen ab.
  • Die Eulen fliegen ab Ende April.
  • Die Erdraupen erscheinen etwa ab Juni.
  • Die Raupen werden bis zu 5 cm lang.
  • Die älteren Raupen leben vorwiegend im Boden und fressen bzw. schädigen Gemüsepflanzen.
  • Einige Arten bilden mehrere Generationen pro Jahr.
  • Teilweise überwintern die Raupen und verpuppen sich erst im Folgejahr.

Wirtspflanzen

  • Beta, Brassica, Daucus, Foeniculum vulgare, Pastinaca und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kalkstickstoffeinsatz kann nur begrenzt helfen, da sich die Erdraupen z.T. in größeren Bodentiefen befinden.
  • Eine feinkrümelige Bodenbearbeitung kann Erdraupen schaden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Notwendige Behandlungen spät abends mit erhöhter Wassermenge vornehmen, da die Raupen meist nachts zum Fressen aus dem Boden kommen.
  • Nematoden der Art Steinernema carpocapsae werden zur biologischen Bekämpfung von Erdraupen angeboten.
  • Derzeit sind in PS-Info keine Pflanzenschutzmittel zur Regulierung aufgeführt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Möhrenfliege (Chamaepsila rosae)

Möhrenfliegen ca. 5-6 mm goß. (Rasbak, Niederlande)

Die Maden der Möhrenfliegen können auch Knollenfenchel Pflanzen befallen und Schaden anrichten.

Synonyme

  • Musca rosae.
  • Psila rosae.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Möhrenfliege ist in Europa heimisch.
  • Die Fliegen sind etwa 4-5 mm groß.
  • Sie haben einen gelblichen Kopf, rote Augen, eine schwarze Brust, einen schwarzen Hinterleib, gelbe Beine und durchsichtige Flügel
  • Die Fliegen erscheinen etwa ab Anfang Mai.
  • Die Fliegen legen ihre Eier am Grunde der oberirdischen Pflanzenteile ab.
  • Die schlüpfenden Larven wandern etwa bis zu 30 cm in den Boden, fressen sich in die Pfahlwurzel der Pflanzen ein und schädigen sie so.
  • Sekundär kann dann auch noch eine Fäulnis entstehen.
  • Die Larven können in der Wurzel oder als Puppe im Boden überwintern.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Daucus carota, Foeniculum vulgare, Pastinaca sativa und Petroselinum crispum und andere Doldenblütler.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weiter Fruchtwechsel mit Nicht-Wirtspflanzen.
  • Anbau in Regionen mit wenig Möhren-, Pastinaken-, Petersilie- und Sellerieanbau.
  • Anbau in windoffenen Lagen.
  • Bedeckung der Bestände mit einem Insektenschutznetz, Maschenweite 1,2 x 1,6 mm.
  • Kontrolle der Flugaktivitäten mit Hilfe von Gelbtafeln.
  • Bekämpfung der Fliegen bei sehr starkem Auftreten mit einem zugelassenen Insektizid prüfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Nematoden (Meloidogyne hapla und andere)

Datei:Meloidogyne spp at Citrullus lanatus var. lanatus.jpg
Meloidogyne Befall Schadbild. (Clemson University - USDA)

Nematoden können bei mangelhaften Fruchtfolgen und ungünstigen Bedingungen großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Meloidogyne hapla.
  • Ditylenchus dipsaci.
  • Pratylenchus ssp.

Schadbild und Lebensweise Meloidogyne hapla

  • Befall meist nesterartig.
  • Am Knollenfenchel Laub erkennt man den Befall nicht.
  • Es bilden sich keine normalen Wurzeln.
  • Es bilden sich kleine Gallen an den Seitenwurzeln.
  • Die Gallen sind nur wenige mm groß.
  • Bei einem stärkeren Befall entsteht ein Totalausfall.
  • Die Nematodenart liebt wärmere Sommer.
  • Temperaturen über 10°C sind förderlich für die Entwicklung.
  • Pro Jahr sind drei Generationen möglich.
  • Verbreitung meist durch Pflanzenmaterial, Boden, Fahrzeuge und Schuhe.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Daucus carota, Foeniculum vulgare, Glycine max, Hordeum vulgare, Ipomoea batatas, Lactuca, Medicago sativa, Nicotiana tabacum, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba, Zingiber

Video

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichst kein Anbau nach einer Wirtspflanze.
  • Eine einfache Regulierung mit Pflanzenschutzmitteln ist derzeit nicht möglich.

Quellen

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Raupenfraß (Verschiedene Arten)

Datei:Papilio polyxenesw.jpg
Schwalbenschwanz Raupe an Fenchel. (Beatriz Moisset)

Verschiedene Raupenarten fressen gerne an Knollenfenchel. Der Schaden ist meist nicht sehr ernsthaft, da das Knollenfenchel Laub nicht vermarktet wird.

Wichtige Arten sind u.a.

  • Flohkrauteule (Melanchra pesrsicariae).
  • Kümmelmotte (Depressaria daucella).
  • Schwalbenschwanz (Papilio machaon), geschützt.
  • Spannerart (Boarmia selenaria).

Schadbild und Lebensweise

  • Verschiedene Falter-Arten legen ihre Eier am Knollenfenchel Laub ab.
  • Die schlüpfenden Raupen ernähren sich vom Laub der Pflanzen.
  • An den Knollenfenchel Beständen entstehen Fraßschäden.
  • Bei einem starken Raupenfraß kann es zu einer Ertragsminderung kommen.
  • Leichte Fraßschäden können akzeptiert werden, da dass Laub nicht vermarktet wird.
  • Größere Fraßschäden bei jungen Pflanzen sollte vermieden werden.

Wirtspflanzen

  • Foeniculum vulgare, Daucus carota und viel andere Doldenblütler-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es sind keine besonderen Vorbeugemaßnahmen nötig.
  • Wiederkehrende Bestandskontrollen durchführen.
  • Eine Bekämpfung ist nur bei einem sehr starken Befall zu erwägen.
  • Nützlingsschonende Mittel bevorzugen.
  • Bedenken: Schwalbenschwanz Raupen sind geschützt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schnecken (Arion, Derocera u.a.)

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Nacktschnecke mit Fraßschaden an Knollenfenchel.
(Josef Schlaghecken)

Schnecken können an Knollenfenchel Pflanzen Fraßschäden verursachen.

Aktuelle Arten

  • Ackerschnecken wie Derocera teticulatum und D. agreste.
  • Wegschnecken wie Arion-Arten.

Schadbild und Lebensweise

  • Schnecken ernähren sich gerne von sehr schnell gewachsene (weiche) Blätter.
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Schnecken Schaden durch Fraß, durch Kot oder durch Besatz im Erntegut.
  • Gefährdet sind vor allem Bestände neben Grasraine, Gräben, Hecken usw.
  • Zur Befallskontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. abends um 11 Uhr, geeignet.
  • Wegschnecken sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig.
  • Je nach Art legen sie einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. die Garten-Wegschnecken innerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Feldauswahl prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei der Pflanzung einen Schutzstreifen neben Gräben usw. frei lassen.
  • Bei Zuwanderungsrisiko, sofort nach der Pflanzung Schneckenkorn z.B. am Feldrand ausbringen.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen, sondern immer nur in und zwischen den Reihen ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Thripse (Frankliniella und Thrips)

Datei:Knollenfenchel Thripse-1-DLR-NW--R-Wahl.jpg
Thrips Befall an einer Knollenfenchel Knolle.
(Rainer Wahl, DLR-Rheinpfalz, Neustadt/Wstr.)
Datei:Knollenfenchel Thripsbefall-- René Total-Agroscope.jpg
Silbrige Saugflecken und Thripse an einem Fenchel Trieb. (René Total, Agroscope, Wädenswil)

In sehr warmen und trockenen Perioden kann es zu einem starken Thrips Befall und damit zu Schäden an Knollenfenchel kommen.

Wichtige Arten

  • Frankliniella occidentalis (Blütenthrips).
  • Thrips fuscipennis (Rosenthrips).
  • Thrips tabaci, Synonym: Thrips communis (Tabakthrips)

Schadbild und Lebensweise (Thrips tabaci)

  • Schäden sind am Laub und auch an den "Knollen" möglich.
  • Saugschäden durch Thripse können die Entwicklung der jungen Pflanzen stören und hemmen.
  • Bei Direktsaaten, deren Jugendentwicklung auf dem Feld verläuft, sind diese Schädlinge von besonderer Bedeutung.
  • Durch die Saugtätigkeit kommt es zu Verbräunungen im Knollenbereich (M.Scheidinger)
  • Braune Ränder finden sich vornehmlich an der Blattbasis, aber auch in Hohlräumen im Innern der Knollen. (M.Scheidinger)
  • Die Thripse sind kleiner als 1 mm.
  • Ihre Farbe der Thripse kann sich je nach Temperatur im Bereich von gelb bis braun verändern.
  • Die Thripse legen ihre Eier ins Pflanzengewebe.
  • Pro Saison sind etwa 4-6 Generationen möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert bei 20°C etwa 21-28 Tage und bei 30°C etwa 10-14 Tage.
  • Die Tiere überdauern auf den Wirtspflanzen, auf Pflanzenreste aber auch im Boden.
  • Die Verbreitung der Thripse erfolgt bevorzugt durch Wind.
  • Das größte Befalls Risiko besteht bes. von Juni bis August.
  • Thripse können auch bedeutende Viruskrankheiten wie z.B. das "Tomato spotted wilt virus" übertragen.

Wirtspflanzen (Thrips tabaci)

  • Allium, Armoracia rusticana, Asparagus officinalis, Avena sativa, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cucumis sativus, Cucurbita, Foeniculum vulgare, Glycine max, Lactuca, Ocimum basilicum, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Triticum, Zea mays und viele andere Zierpflanzen usw.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Pflanzkulturen mit Befalls freien Jungpflanzen sind erheblich weniger gefährdet als Direktsaat Kulturen.
  • Wöchentliche Kontrollen der Bestände.
  • Zur Befallskontrolle können Gelbtafeln hilfreich sein.
  • Eventuelle Sortenunterschiede nutzen.
  • Häufiges Beregnen mit kleinen Wassergaben mindert den Befall.
  • Spezielle Untersaaten können den Befall mindern, führen aber zu Ertragsverlusten.
  • Eine Auflage von Schutznetzen kann helfen, hat sich aber in der Praxis nicht durchgesetzt.
  • Natürlich vorkommende Nützlinge können im Idealfall größere Thripsschäden verhindern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Recherche Forschungsberichte

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Immer aktualisierte Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Knollenfenchel

Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

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In der Datenbank findet man einfach und schnell, für die jeweils ausgewählte Gemüsekultur, die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel.
Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel


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Siehe auch in Hortipendium

Logo-hortipendium.jpg

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Schlaghecken Josef (2020): Rund um das Saatgut: Gewürzfenchel, Artikel in der Zeitschrift Gemüse, Nr. 8/2020, Basiswissen.
  • Schlaghecken Josef (2020): Rund um das Saatgut: Knollenfenchel, Artikel in der Zeitschrift Gemüse, Nr. 6/2016, Basiswissen.

Rund um das Saatgut: Knollenfenchel

  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online

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Autoren und Mitwirkende

Datei:Forscher im Feld.jpg
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Heck Manfred, Landratsamt Konstanz (Landwirtschaft Amt Stockach).
  • Himmel Marion, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Jeymann Christiane, Landratsamt Konstanz (Landwirtschaft Amt Stockach).
  • Krauthausen Hermann-Josef, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Pauz Ewald, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Scheidinger M., Arenenberg, Schweiz.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Total René, Agroscope, Wädenswil, CH.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.