Japankäfer (Popillia japonica)

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Japankäfer Fraß an Mais
Japankäfer mit seinen typischen Merkmalen

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein in die EU eingewanderter Schädling, der großen Schaden an einer großen Anzahl an Nutz- und Zierpflanzen anrichten kann. Die Behörden bemühen sich, eine weitere Verbreitung des Schädlings in Europa zu stoppen. Im Nov. 2021 wurde von einem ersten Fund in Süddeutschland berichte.

Bestimmung des Japankäfers

  • Die Käfer werden ca. 10 - 15 mm groß.
  • Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen.
  • An der Seite haben die Käfer jeweils 5 Büschel weißer Haare.
  • Am hinteren Ende gibt es zwei weiße Haarbüschel.
  • Ähnliche Käferarten, sieh weiter unten.


Herkunft des Schädlings

  • Die ursprüngliche Heimat ist Asien.
  • Etwa im Jahre 1970 fand man ihn auch in Portugal.
  • Ein ertes Auftreten in Italien wurde wohl 2014 bekannt.
  • Im Tessin (Schweiz) wurde 2017 ein Fund dokumentiert
  • Um eine Verbreitung des neuen Schädlings in der EU zu stoppen wurde entsprechende Maßnahmen ergriffen.


Gefährliche Fraßschäden

  • Sowohl die Käfer als auch die Engerlinge können an vielen Nutzpflanzen großen Schaden anrichten.
  • Die Käfer fressen an den oberridischen Pflanzenteilen.
  • Die Engerlinge schädigen vor allem im Wurzelbereich der Gräser und damit auch im Rasen.
  • Weltweit verursacht der Käfer und seine Engerlinge enorme Schäden in Millionenhöhe.


Lebensweise des Käfers

Lebenszyklus des Japankäfers
  • Die Weibchen beginnen im Frühjahr mit der Eiablage.
  • Das Larven- und Puppen-Stadien im Boden dauert etwa 10 Montate.
  • Den Winter überdauern sie in einer Diapause.
  • Im Frühjahr schlüpfen die Käfer.
  • Die Weibchen suchen ihre Wirtspflanzen zur Eiablage.
  • Pro Jahr gibt es bei uns eine Generation.
  • In anderen Regionen gibt es evtl. auch zwei Generationen.


Wirtspflanzen (laut PestWiki)

  • Acer, Agrostis, Betula, Calendula officinalis, Canna, Castanea, Cercis, Cynodon , Euonymus, Festuca, Fragaria, Glycine max, Hibiscus, Lolium, Malus, Paspalum, Phaseolus, Picea, Poa, Prunus, Pyrus, Rosa, Rubus, Salix, Taxus, Thuja, Tilia, Trifolium, Ulmus, Vaccinium, Vitis, Zea mays, Zoysia


Vorbeugung und Bekämpfung

  • Ein Auftreten des Schädlings melden.
  • Bei geringem Auftreten die Schädlinge einsammeln und vernichten.
  • Bei Bedarf eine Bekämpfung einleiten.
  • Den amtlichen Pflanzenschutzdiesnt zu Rate holen.


Biologische Bekämpfung

Laut verschiedener Fachstellen und Experten ist eine biologische Bekämpfung des Schädlings möglich. Im Folgenden einige Beispiele.

  • Mit Paenibacillus popilliae.
  • MIt Bacillus thuringiensis var. japonensis.
  • Mit Nematoden: Steinernema glaseri oder Heterorhabditis bacteriophora.
  • Liste der natürlichen Feinde. in PestWiki.
  • Japanese-beetle. bei Koppert Biological Systems (NL)


Meldepflichtiger Schädling

  • Der Japankäfer gilt er in der Schweiz und der EU als Quarantäneorganismus.
  • Ein beobachteter Befall ist meldepflichtig.
  • Eine Bekämpfug ist Pflicht.

Aufruf: LTZ Augustenberg in Karlsruhe

  • Pflanzenschutzexperten in Karlsruhe rufen dazu auf, ein Auftreten des Schädlings zu melden.
  • Beachten, dass einige Käferarten ähnlich aussehen, aber nicht die fünf weißen Haarbüschel haben.
  • Der Japankäfer gilt in der Europäischen Union als Quarantäneschädling.
  • Zur Schadesmeldung einen oder mehrere der beobachteten Käfer fangen und einfrieren. Vom Schädling Fotos machen und diese mit Angabe des Fundortes senden an: pflanzenschutz-insekten@ltz.bwl.de

Schweizer Allgemeinverfügung

Schweizer Behörden haben schon recht früh Maßnahmen ergriffen, die Verbreitugn des gefährlichen Schädlings zu stoppen.


Japankäfer in anderen Sprachen

  • English: Japanese beetle
  • Español: escarabajo japonés
  • Français: scarabée japonais
  • Italia: scarabeo giapponese und popillia
  • Nederlands: Japanse kever


Ähnliche Käfer-Arten

Es gibt einige Käferarten, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Japankafer haben. Hier Fotos von den aktuellen Arten mit einem Vergleich zum Japankäfer.


Quellen


Weitere Weblinks