Himbeerkäfer

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Himbeerkäfer
Byturus tomentosus
Byturus tomentosus01.jpg
Himbeerkäfer
Systematik
Klasse Insekten
Insecta
Unterklasse höhere Insekten
Pterygota
Ordnung Käfer
Coleoptera
Unterordnung Polyphaga
Überfamilie Cucujoidea
Familie Blütenfresser
Byturidae

Der Himbeerkäfer tritt als Schädling an Himbeeren auf.

Schadbild

Durch den Himbeerkäfer entstehen Fraßschäden an Blatt- und Blütenknospen, Risse an jungen Blättern sowie wurmige und verkümmerte Früchte. Die von innen zerfressenen Früchte enthalten eine kleine cremefarbene Larve mit braunem Kopf. Die Früchte werden als madig bezeichnet.

Biologie

Wirtspflanzen sind Himbeeren, Brombeeren, aber auch andere Rosacaen. Es tritt eine Generation pro Jahr auf. Die Eiablage umfasst etwa 100-120 Eier, davon 2-3 täglich. Die Larven durchlaufen 4 Entwicklungsstadien in 35-45 Tagen. Die adulten Käfer überwintern in einer Erdhöhle. Anfang Mai verlassen sie ihr Winterquartier und beginnen mit der Fraßtätigkeit. Ab Juni beginnt Eiablage, wobei die Eier einzeln an die Blüten gelegt werden. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Larven, welche in den sich entwickelnden Früchten zunächst am Fruchtboden, dann im Fruchtinnern fressen. 5-7 Wochen später, zur Zeit der Fruchtreife, sind die Larven erwachsen, die Früchte werden verlassen und die Verpuppungsplätze im Boden aufgesucht.

Bekämpfung

In Waldnähe besteht eine erhöhte Befallsgefahr. Herbsthimbeeren, die im Frühjahr komplett abgemäht werden, bleiben befallsfrei.
Mit Weißtafeln oder Klopfproben Mitte April bis Mittel Juli ist eine Befallsprognose möglich. Es gelten folgende Schadensschwellen:
Für Weißtafeln:

  • < 5 Käfer pro Falle: geringer Befall
  • 5 - 20 Käfer pro Falle: mittlerer Befall
  • > 20 Käfer pro Falle: starker Befall


Für Klopfproben:

  • > 5 - 10 Käfer pro 25 Schläge: Bekämpfung erforderlich


Wird die Schadensschwelle überschritten, ist eine Bekämpfung notwendig.
Indikationszulassung

Quellen

  • Uwe Harzer (2012): Mittelempfehlungen und Hinweise zum Pflanzenschutz in Kernobst 2012. In: Fachzeitschrift für den Obstbau-Profi. Nr. 1. Seite 23 - 46. 

Weblinks