Gespinstmotten

Aus Hortipendium
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Gespinstmotten
Yponomeutidae
Yponomeuta padella01.jpg
Systematik
Klasse Insekten
Insecta
Unterklasse Ectognatha
Ordnung Schmetterlinge
Lepidoptera
Unterordnung Glossata
Überfamilie Yponomeutoidea

Die Gespinstmotten (Yponomeutidae) sind eine Familie in der großen Ordnung der Schmetterlinge. In Mitteleuropa sind über 50 Arten dieser Familie bekannt.

Aussehen

Die Falter der Gespinstmotten sind meist kleine helle Falter von ca. einem Zentimeter Länge. Die weißen Flügel sind auffällig schwarz gepunktet und stehen in der Ruhe steil dachförmig. Die Larven (Raupen) besitzen vier Beinpaare am Abdomen, die in der Regel als Kranzfüße angeordnet sind.

Lebensweise

Nach vollendeter Larvenentwicklung verpuppen sich die Tiere innerhalb des Gespinstes. Die Falter schlüpfen im Juli und legen ihre Eier an Zweigen ab. Die Junglarven überstehen den Winter unter einer schützenden Sekretschicht. Im Frühjahr beginnen sie dann mit ihrer Fraßtätigkeit. Die Larven sind entweder minierend (Bsp. Argyresthia), fressen in Blüten und Knospen oder leben in sozial umfangreichen Gespinsten (Bsp. Yponomeuta). In den durch schwarze Kotkrümel verschmutzten Gespinsten leben oft große Mengen der Larven, die sich bei Berührung der Gespinste schlängelnd bewegen.

Wirtspflanzen

Im Mai und Juni bilden hellgraue oder cremefarbene Larven auffällige Gespinste zwischen kahlgefressenen Zweigen von Pfaffenhütchen, Schlehe, Pflaume und anderen Ziergehölzen der Gattung Prunus. Auch an Apfel, Weiß- und Rotdorn kann es zu Gespinstmottenbefall kommen, der jedoch meist schwächer ist als bei Pfaffenhütchen oder Schlehe. Manche Arten sind auch an den Nadeln von Koniferen bekannt.

Bekämpfung im Hausgarten

Im Garten treten Gespinstmotten erfahrungsgemäß selten auf, so dass auf eine Bekämpfung verzichtet werden kann, zumal ein Befall meist erst bei Kahlfraß entdeckt wird. Stellt man rechtzeitig erste Gespinstbildung durch die Junglarven fest, reicht ein Entfernen der Gespinste mit der Gartenschere. In der freien Landschaft, bei Feldgehölzen oder an Weg- und Waldrändern kommt es vor allem bei Schlehen und Pfaffenhütchen in manchen Jahren zu erheblichen Schäden. Die Sträucher regenerieren jedoch sehr gut, so dass auch hier auf eine Bekämpfung verzichtet werden kann.

Gattungen und Arten

Quelle

W. Jacobs, M. Renner und K. Honomichl (1998): Biologie und Ökologie der Insekten. Gustav Fischer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8274-0799-0
Gespinstmotten an Sommergrünen Laubgehölzen, Gartenakademie Rheinland-Pfalz Pamphiliidae, Gespinstblattwespen

Weblinks